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Alle Rezensionen zu Antonia Vai
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Lovers and Prophets
(2012, Eigenverlag ?)

Eine äußerst produktive junge Frau: Antonia Vai veröffentlicht im September 2012 gleich zwei Alben, »LOVERS AND PROPHETS« und »DIRT FROM WHEN THE EARTH WAS FLAT«. Nicht genug damit: Die gerade mal 24-jährige Sänger / Songwriterin aus Stockholm hat (fast) alle Stücke selbst geschrieben, gespielt, aufgenommen und produziert – nur »Macho Woman« und »Down The Rabbit Hole« produzierte Labros Liaropoulos. In diesen beiden hat die Multi-Instrumentalistin auch einige Musiker zu Gast, wie Felix Gröndal, Zebastian Swartz, Bobo Steneby, Labros Liaropoulos, Antoni Yammin und Pablo Martinez.

In ihrer Heimat ist Antonia keine Unbekannte mehr, dort wird sie als »bohemian soul diva« tituliert. Das ist allerdings nicht ganz richtig, hört man doch deutliche Folk-Einflüsse auf dem Debüt, ebenso wie Blues und einen Hauch Jazz. Während der Opener »Don't Let The Bedbugs Bite« sehr folk-lastig ist, swingt »Macho Man« mächtig; hier setzt die Schwedin ihre Stimme eher in den tiefen Lagen ein. Apropos: Antonia Vai hat eine unglaublich gute, facettenreiche Stimme. Sie schmeichelt, säuselt, klagt, lockt, mal puristisch nur zur Akustikgitarre, mal opulenter instrumentiert. Am extremsten ist der Gesang in »Russian Roulette«, genauer: ein raues, fast gesprochenes Flüstern ergänzt sie durch hohe, geisterhafte Gesangspassagen.

Antonia Vai ist eine meisterhafte Geschichtenerzählerin, zwischen Trauer und Hoffnung, zwischen Seelen-Striptease und Energie- Explosion, die tolle Rhythmen perfekt mit außergewöhnlichen Melodien koppelt. Unbedingt hören! (nat)

Antonia Vai: Lovers and Prophets

Offizielle Website

Offizielle Website      http://antoniavai.com/

   

Dirt From When The Earth Was Flat
(2012, Eigenverlag ?)

Antonia Vais zweites Album »DIRT FROM WHEN THE EARTH WAS FLAT« ist ruhiger als »LOVERS AND PROPHETS«. Ihre Stimme dominiert die zwölf Songs, oft nur von einer Akustikgitarre begleitet, ausnahmsweise auch mal vom Klavier (»Dolinsko«). An dritter Stelle versteckt sich sogar ein Schwedisch gesungenes Stück: »Pyromani (Lek Inte Med Elden)« (= Spiel nicht mit dem Feuer). Sehr schön Antonia in ihrer Muttersprache singen zu hören. Bitte mehr davon!

Die zwölf Stücke sind sehr ruhig, sehr sinnlich, sehr stimmungsvoll – aber auch kritisch: »43 Seconds To Hiroshima«. Etwas irritierend ist einzig das dumpfe Brummen in »Just Another Nocturne To Clear My Mind«. Als Inspiration für ihre Stücke und Texte nennt die Musikerin: »Fremde, Freunde, Liebhaber, Träumer, Haustiere, Herzschläge, Volksmärchen, Liebeskummer, Erinnerungen, Zukunftsklänge, am frühen Morgen, spät in die Nacht, was auch immer gewesen ist, alles, was kommen könnte, alles dazwischen und der Rest der Welt.« Die Schwedin, die begann ihre Songs im Schlafzimmer oder in Hotelzimmern aufzunehmen, hat bereits begonnen das Internet zu erobern – und hoffentlich auch bald einige Clubs in Deutschland. (nat)



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