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Alle Rezensionen zu Betting On The Mouse
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

BOTM
(EP, 2012, Für Records)

Die Schönheit der Entschleunigung entdecken. Die Ästhetik der gepflegten Schwermut zelebrieren. Mit freundlicher Unterstützung des reduzierten Düster-Kammerpops. Hört sich theoretisch zentnerschwer an, dieses musikalische Grundkonzept. Ist es aber nicht: Betting On The Mouse kommen auf ihren Debüt-EP »BOTM« sanft wärmend daher wie ein knisterndes Kaminfeuerchen im halbdunklen Großstadtclub-Nebenzimmer. Sängerin Martha Marie Skou führt uns mit dunkel-loungiger Stimme auf Abwege. Ist aber eher tiefsinnig als abgründig. Hmmmmhhhh!

Dass gepflegte Besinnlichkeit kraftvoll sein kann, zeigen die vier Dänen mit ihrer ersten Single »Desert Of Wasted Plans«. Hier ist noch lange nichts verloren! Ist die Stimmung auch grundsätzlich dunkelgrau, so irrlichtern zur Kompensation erotische Untertöne durchs Dickicht. Frau Skou muss Beth Gibbons von Portishead zwar lange gelauscht haben, sucht ihr Heil aber lieber im stylish Geheimnisvollen als im latent Verzweifelten. Und findet etwa Zuflucht in einen verschleppten Walzer wie in »Reach Me«. Mehr bitte! (emv)

 Betting On The Mouse: BOTM

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.facebook.com/pages/Betting-on-the-Mouse/106086418752

   

Betting on the Mouse [untitled album]
(2013, Questions & Answers/Word & Sound QACD005)

Der Titel ihres Albums bleibt ebenso offen bzw. undefiniert wie der ihrer vorhergehenden EP. Selbiges trifft auf die Musik zu. Die Band besteht aus Xian Foo (dr), Jonathan Aardestrup (b), Kristian Haarlov (g) und der alleinigen Songwriterin Martha Marie Skou (p); aufgenommen haben sie in Berlin und Kopenhagen, doch ihrem musikalischen Image fehlt so etwas wie eine klare Identität.

Was sie nun auf Albumlänge ausweiten erinnert an viele andere Indie-Rockbands im unteren Drehzahlbereich — Mazzy Star kommen ins Gedächtnis, wegen der Stimme, doch Hope Sandovals eindringliche Präsenz erreicht Martha Skou nicht. Auch an die ruhigen Momente von PJ Harvey erinnert die Band mit dem witzigen Namen, allerdings bleiben die Lieder im Vergleich zu jenen von Harvey viel gemütlicher und un(an)greifbarer. So gehen die 35 Minuten, zehn Songs relativ gut vorbei, ohne dass eine Melodie im Ohr bliebe oder man etwas wirklich Spannendes entdeckt hätte. Ein bisschen schade zwar, aber die »BETTING ON THE MOUSE« ist eine sympathische Band, und dies eine ganz schöne Platte. (ijb)



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