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Alle Rezensionen zu CTM
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Suite For A Young Girl
(2016, Tambourhinoceros/Indigo)

Mit großen Schritten Richtung Avantgarde: Mit »SUITE FOR A YOUNG GIRL« wagt sich dänische Sängerin und Cellistin Cæcilie Trier in die Grenzlande zwischen Minimalismus, Neoklassik, Jazz und experimenteller Filmmusik vor. Es sind spröde Töne, die hier zu hören sind. Die ihr Geheimnis waren wollen. Zu den vielfachen Einflüssen, die Trier hier verarbeitet, zählen der flämische Maler und sein rätselhaftes Gemälde »Jäger im Schnee«. Und der Nabakov-Klassiker »Lolita«. Von französischen Impressionisten ganz zu schweigen. Schwere intellektuelle Kost also?

Ganz und garnicht: Denn die Trier bittet hier mit tiefdunkler Stimme zum verlangsamten Tanz durch die Zitate. Ist dabei wunderbar nachdenklich. Und keinesfalls erdenschwer. Trotz des spröden Sujets sind Tracks wie das von Mini-Melodram »Cezanne« mit seinen Echos klassischer Einflüsse von unbestreitbarer Leichtigkeit. Diese EP ist ein ebenso beunruhigender wie anregender Begleiter für tiefdunkelblaue Nachtstunden. Und in Wahrheit eine kleine Schatztruhe: Auch nach wiederholtem Hören entdeckt man hier immer wieder Überraschendes! (emv)



Siehe auch:
Choir Of Young Believers
An Gella

 CTM: Suite For A Young Girl

Offizielle Website

Offizielle Website      http://tambourhinoceros.net/artists/ctm

   

Variations
(2013, Tambourhinoceros)

Zu den Songs von Cæcilie Trier sollte man nur das kleine Schwarze tragen. Und dazu stilvoll Gin trinken, um die süße Bitterkeit gebührend genießen zu können. Die umtriebige Miss Trier hat sich in der Kopenhagener Szene bereits als Cellistin der Popträumer Choir Of Young Believers getummelt und in der experimentellen Chorvereinigung Valby Vokalgruppe agiert. Mit ihrem Soloprojekt CTM bewegt sich die Musikerin hingegen auf arriviertem Terrain: Dem Synthiepop der Oberklasse, wie er Anfang der 80er Jahre in Britannien auf hohem Niveau gepflegt wurde. Unterlegt mit Beats moderner Provenienz. Dazu lässt sich bestens die Kunst des gehobenen Müßiggangs zelebrieren.

Mit »VARIATIONS« legt la Trier das erste Kapitel einer gefühlten Fin-de-Siècle-Novelle vor, die sich den flüchtigen, exquisiten Gefühlszuständen widmet, zu denen das Herz auf so angenehme Weise mürbe wird. Ach, Augenblick, verweile doch! Trotz aller Überzüchtung sind die fünf Songs dieser EP wie etwa »Jewel« unbedingt dancefloor-tauglich. Schade nur, dass uns dieses überkandidelte Stilempfinden seit 30 Jahren so vertraut ist! Sei´s drum, schnuppern wir ein wenig an diesem Nachtschattengewächs! (emv)



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