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Alle Rezensionen zu Lars Bech Pilgaard
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Motherheart
(2011, Mom Eat Dad MOMCD000)

Diese auf wenige hundert Exemplare limitierte CD versammelt eine Reihe von zumeist zarten country-verwandten Entwürfen, die Lars Bech Pilgaard wohl zur Entstehungszeit des Albums »Mammut« festgehalten hat. Anders als beim »großen Bruder«, der Trio-LP, spielt Pilgaard hier komplett solo und vorwiegend akustisch. Die fragmentarischen, recht abstrakten, vollständig improvisierten neun Stücke leben von einer markanten Atmosphäre, wobei sie fast durchweg ruhig und zurückhaltend bleiben, zwischen kurzen, knapp zweiminütigen Vignetten und dem über fast eine Viertelstunde ausufernden Finale »Eskimo«.

Erst dann, zum Schluss, wagt sich die CD in elektrische Improvisation mit schrillen Klängen. Weitaus weniger dicht und spannend als »Mammut«, Pilgaards Quartett Svin oder andere (Solo-)Gitarristen an der Grenze von Jazz und Rock, lässt sich »MOTHERHEART« guten Gewissens Liebhabern des Gitarrengenres empfehlen. Wer an die CD nicht (mehr) rankommt, kann das Album vollständig im Internet, bei Soundcloud, anhören. (ijb)



Siehe auch:
Lars Bech Pilgaards Slowburn
Svin
The Wøøøh
Rhododendron String Band

Lars Bech Pilgaard: Motherheart

Audio-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://cargocollective.com/larsbechpilgaard/Music

   

Freiheit
(2013, Mom Eat Dad MOMLP004)

Die Freiheit muss frostig seine: Auf diese Idee kann man durchaus verfallen, wenn man »FREIHEIT« hört, das zweite Soloalbum des dänischen Gitarristen Lars Bech Pilgaard. Der Musiker aus Kopenhagen ist bislang vor allem als Mitglied der Avantgarde-Kapelle Svin hervorgetreten. Pilgaard schafft hier beunruhigende Klanglandschaften von düsterer Schönheit. Bewegt sich souverän entlang der grünen Grenze zwischen Jazz-Improvisation, lärmigen Experimental-Rock und der schwarzen Romantik des Progessive Rock. Prominente Gäste auf dieser Platte sind Lars Greve von Girls In Airports an den Blasinstrumenten und Tommy Andersson vom New Jungle Orchestra am Bass.

Nur die schwarz funkelnde Intensität von fast schon meditativ verlangsamten Tracks wie wie »Ultraviolet« bewahrt uns hier vorm Dauerfrost! Denn es sind unberechenbare Töne von rauher Schönheit, die uns Pilgaard hier präsentiert. Repetition, Isolation und Kraftlosigkeit: Diesen Themen bilden die traurig glänzenden Fixsterne am Firmament von »FREIHEIT«. Das Erstaunliche aber ist: Melancholisch muss man bei reduzierten Tracks wie »Orient« nicht verfallen. Denn durch das Dickicht der kunstvoll verschlungenen Gitarrenakkorde flackert ein kleines, schräges Licht!
(emv)



Siehe auch:
Svin
Girls In Airports



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