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Alle Rezensionen zu Scott McLemore
(Genre »Jazz«, Land »Island«)

 

The Multiverse
(2018, Sunny Sky 737)

Unter dem Titel »MULTIVERSE« veröffentlichte Ende 2018 erst der norwegische Saxofonist Anders Lønne Grønseth ein exzellentes Album; nun hat sich, geradezu zeitgleich, mit dem im Februar 2019, also kaum später erschienen Album der Exil-Amerikaner und Wahlisländer Scott McLemore in den selben Titel verliebt. Dabei ist es doch nicht nur ein viel versprechender, sondern auch ein etwas großspuriger Titel - sofern man ihn als Selbstbeschreibung bzw. Zusammenfassung der vorgelegten Arbeit begreift.

Nun, wie bereits McLemores vorhergehende, famose CD, so klingt auch hier eine sehr starke Liebe zum Sound von ECM an, ohne sich jedoch anzubiedern; nein, dieser Band gelingt es, eine zauberhaft präsente eigene Ästhetik auf den Schultern der großen Meister auszuformulieren. McLemore hat nun eine komplett andere Gruppe zusammengestellt, mit der er eine gitarrenlastige, elegische Jazzstilistik, inspiriert von John Abercrombie einspielte: Hilmar Jensson und Pierre Perchaud spielen E-Gitarre (letzter auch mal akustische oder Baritongitarre), und Mats Eilertsen erweist sich einmal mehr als exzellenter Sideman, der sich nicht aufdrängt, aber stets das richtige Maß aus Unterstützung und eigener Stimme durchklingen lässt. Die emotional klaren Melodien halten diese zehn Kompositionen zusammen, doch das wendige und intuitiv kluge Spiel der vier großen Musiker lässt sie zu einem durch und durch reichen Hörerlebnis werden. (ijb)



Siehe auch:
Anders Lønne Grønseth
Mats Eilertsen
Hilmar Jensson mit Joél Pálsson
Scott McLemore, Hilmar Jensson & Angelika Niescier

Scott McLemore: The Multiverse

   

Remote Location
(2012, Sunny Sky 729)

Bekanntlich gibt es nicht viele Schlagzeuger, die sich einen Namen als Leader machen, allenfalls nachdem sie bereits langjährig als Sideman ihre Meriten gesammelt haben, siehe Manu Katché. Scott McLemores persönliches zweites Album kreist um »wertvolle Erinnerungen und echte Freunde, Heimweh (nach New York) und neue Anfänge« (in Island, seiner »REMOTE LOCATION«) und entstand im Quintett mit seiner Frau Sunna Gunnlaugs (p), deren Namensvetter Andrés Þór (g), auf deren jeweiligen Alben McLemore ebenfalls mitwirkte, Saxofonist Óskar Guðjónsson und Bassist Róbert Þórhallsson. Die Vertrautheit der fünf Musiker wird durch das einstündige Set aus elf abwechslungsreichen Eigenkompositionen sehr gegenwärtig, sowohl in den klassischeren Jazz-Tunes als auch in den eigenwilligeren Passagen.

McLemore gewinnt einer überschaubaren Bandkonstellation durchweg spannende, auch überraschende Seiten ab, etwa wenn erst gegen Ende des dritten Stücks »Citizen Sitting Zen« Þórhallsson plötzlich zum E-Bass wechselt und dem neunminütigen Albumhighlight eine ganz neue Färbung verleiht - oder Gunnlaugs in »Dunegrass« einen Wurlitzer einschmuggelt. Scott McLemores »REMOTE LOCATION« zählt zu den Jazzhöhepunkten 2012, und wer diese mitreißende und bewegende Platte wie wir schon zur Veröffentlichung verpasst hat, der möge dies hiermit bitte nachholen. (ijb)



Siehe auch:
Sunna Gunnlaugs
Skúli Sverrisson & Óskar Guðjónsson
Andrés Þór Gunnlaugsson
Eivind Opsvik

Audio-Link



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