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Alle Rezensionen zu Heidi Marie Vestrheim
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

I Want To Go
(2012, brillJant sounds/Indigo 970692)

Auf der Straße gelebt, gekokst oder eine Nacht hinter Gittern verbracht hat Heidi Marie Vestrheim nicht, auch wenn das Leben auf der Verliererseite im Countrypop in manchen Kreisen durchaus als authentisch gilt. Nein, für solche emotionale Abstürze ist die Sängerin aus der Gegend um den Hardanger-Fjord viel zu normal, wie sie im Song »Too Straight To Be A Popsinger« augenzwinkernd zugibt. Und die Tatsache, dass sie offen lesbisch lebt, mag heutzutage niemanden mehr schocken. Auf ihrem dritten Album »I WANT TO GO« durchstreift die Sängerin auf angenehm unaufgeregte Weise die weiten Prärien des folkinspirierten Popsongs, von der gefühligen Ballade über den verlangsamten Walzer bis zum Herzschmerz-Duett.

Stimmlich erinnert Vestrheim bisweilen an die junge Joan Baez, allerdings ohne deren unbedingte Ernsthaftigkeit. Den Indigo Girls hat sie offenkundig auch aufmerksam gelauscht, aber ach! Vorbilder braucht jeder Mensch. Als aufregende Neuerin des Genres wird Vestrheim nicht in die Annalen eingehen, dafür ist sie putzmunter, selbstironisch und lebenspraktisch. Und hat zu puckernden Banjoklängen in Songs wie You Got Nothing ein freches Glitzern in den Augen, das ansteckend fröhlich wirkt. Kraftvoll und selbstbewusst sein und kein großes Getue darum machen: Solche Frauen braucht das Land! (emv)

Heidi Marie Vestrheim: I Want To Go

Offizielle Website

Offizielle Website      http://heidimarie.no

   

Black Forest
(2016, brillJant sounds/Indigo)

Die Entdeckung der Leichtigkeit! Die norwegische Songwriterin Heidi Marie Vestrheim macht auf ihrem vierten Album »BLACK FOREST« einen großen Schritt in Richtung bestens arrangierten erwachsene-Frauen-Pop in der Tradition von Suzanne Vega oder Laura Veirs. Zu eingängigen und trotzdem zarten Tracks wie »Who´s To Blame« kann man durchaus tanzen! Ihre folkpoppigen Ursprünge verleugnet die Chanteuse aber nicht: Durch sehr handgemachte Songs wie »The Tallest Tree« weht zu Gitarre und Fiedel der Wind über die weite Prärie!

Verschiedene Facetten zeigen und Vielfalt zulassen: Die Norwegerin präsentiert sich auf dem Viertling als gereifte Frau, die den Fährnissen des Lebens mit Gelassenheit und Selbstbewusstsein begegnet. Und keine Scheu vor romantischen Gefühlen hat, wie sie im sensiblen und sehr persönlichen Song »Taking Off All My Clothes« zeigt. Eine zarte Melancholie ist vielleicht der Grundakkord, der durch dieses Album schwingt: Denn Heidi Marie Verstrheim verarbeitet hier auch den Tod ihres Vaters. (emv)



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