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Alle Rezensionen zu iamamiwhoami
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

kin
(CD+DVD, 2012, To Whom It May Concern/Cooperative Music TWIMC001CDG)

Jonna Lee aus Linköping stand vor ein paar Jahren schon vor dem Durchbruch als Solokünstlerin, wurde bei iTunes USA als »Next Big Thing« vermarktet. Und dann versteckt sie sich hinter dem abwegigen, unaussprechlichen Alias iamamiwhoami, veröffentlicht ab Dezember 2009 etliche mysteriöse Videos über YouTube, lässt alle spekulieren, welche Berühmtheit sich hinter dem geheimnisvollen Pop verbirgt - und bringt zu guter letzt ein zweites Debüt unter dem Pseudonym heraus, in komplett schwarzer Pappe, ohne Fotos, ohne Design. Das muss man sich erst mal trauen. Aber die Rechnung ging auf.

Nach den ersten 18 Rätselvideos folgten ab Februar 2012 alle 14 Tage die neun Songs, schließlich als elaborierte YouTube-Clips, die fortlaufend eine Art surreale, 45-minütige Nicht-Geschichte bilden und die nun in der gleichen Reihenfolge das Album »KIN« ergeben. Und glücklicherweise besteht »KIN« aus zwei Disks, einer CD und einer DVD, ein adäquates Gesamtwerk. - Und die Musik? Etwas dunkler Synthpop, manchmal mit kräftiger Kate-Bush-Note, latent experimentell und verträumt, wie man so sagt, ein bisschen vom TripHop der 1990er beeinflusst, sicher auch von The Knife bzw. Karin Dreijer. Das Projekt iamamiwhoami wurde ein voller Erfolg, wenn die Musik ohne den ganzen Trubel und die reizvollen Videos dann auch doch (noch) nicht ganz so besonders und durchschlagend ist, vor allem zum Ende hin auf der Stelle tritt. Dafür gibt's dann hoffentlich das zweite Album... (ijb)



Siehe auch:
Karin Dreijer Andersson
Tribeca

 iamamiwhoami: kin

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://iamamiwhoami.com

   

bounty
(CD+DVD, 2010, To Whom It May Concern/Cooperative Music TWIM002CDX/LP)

Als Geschwisteralbum zum komplett schwarzen »kin« gibt's nun die 2010 erstveröffentlichte neunteilige Serie von LoFi-Elektropopsongs »bounty« in Form von YouTube-Videos schließlich auch auf CD+DVD. Wer das braucht, steht auf einem anderen Blatt; die Jugend von heute kauft doch keine CDs mehr und schaut sowieso ständig YouTube. Als Debüt vor dem Debüt erscheint also das weiße Album doch noch hinterher. Lohnt sich aber, das alles ordentlich und nett minimalistisch verpackt nebeneinander im Schrank zu haben.

»kin« machte iamamiwhoami —kaum überraschend— nicht zu den Popstars, zu denen sie vielleicht das Zeug haben, doch »bounty« ist eher noch seltsamer, sowohl musikalisch als auch visuell. Zwischen dem atmosphärisches Ambient von »b«, dem halbwegs clubtauglichen Synthie-Pop von »o« und »u-2«, den wunderbar dunklen, rauhen Beats von »t« oder dem sehr mit 80er-Keyboards winkenden »y« schälen sich nicht immer vollwertige Pophits heraus, und Jonna Lees ätherischer Gesang setzt etwas zu sehr auf die Mystery-Taste. Doch mit Eigensinn, im abgegrasten Feld zwischen Björk, The Knife und Kate Bush, machen sie es sich auch nicht zu bequem. Und das ist schon viel wert. (ijb)



Siehe auch:
Björk
The Knife



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