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Alle Rezensionen zu Han Bennink Trio
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Bennink & Co.
(2012, ILK/VME ILK192CD/LP)

Nach »Parken« ist »BENNINK & CO.« erst Han Benninks zweites Album unter seinem eigenen Namen; dabei ist der Niederländer bereits siebzig Jahre alt - und somit bereits vierzig Jahre länger unterwegs als seine beiden Triopartner. Man hört, dass sich hier Generationen voneinander inspirieren lassen und keine Konkurrenz das Miteinander trübt. In diesem Sinne trifft (fast) alles, was man bereits über deren Debüt sagen konnte, auch auf den Zweitling zu: Unerhört schrankenlos und mit unbändiger Spielfreude und Fantasie werfen die drei alles durcheinander, als hätte niemand so etwas wie Stilgrenzen überhaupt nur erwähnt.

Das macht viel Spaß, geht in die Ohren und Beine, zumal die Musiker aus ihren Instrumenten mmit minimalen Mitteln Maximales erreichen: Bennink spielt über die komplette Liveaufnahme nur auf einer Snare Drum - das muss man gehört haben! Pianist Simon Toldam gewohnt superb, zwischen übermütigem Varieté-Piano und atonaler Avantgarde, Joachim Badenhorst wechselt zwischen Klarinette und Saxofon, ebenso wie zwischen europäischem Free Jazz und amerikanischem Dixieland. Einen ähnlich funkensprühenden Kindskopf wie Han Bennink muss man im Jazz wahrlich lange suchen. (lha)



Siehe auch:
Simon Toldam Trio
Simon Toldam Orkester

Han Bennink: Bennink & Co.

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.hanbennink.com/

   

Parken
(2009, ILK ILK156LP)

Beim unvorbelasteten Hören könnte man glauben: Han Bennink, das muss dann wohl der Mann am Klavier sein. Aber nein: Namensgeber dieses dänisch-holländisch-belgischen Trios ist der Drummer Han Bennink, Niederlande. Simon Toldam, der Däne, ist der Mann am Klavier, die Klarinette bearbeitet Joachim Badenhorst.

Nachdem das geklärt ist, ein paar Worte zur Musik. Jazz, okay - aber dann wird es schwierig mit den Schubladen. Denn die neun Tracks versammeln so ziemlich alle denkbaren Stile, von netten Ohrschmeichelmelodien bis hin zu höchst experimentellem Freejazz. Und zwar nicht sauber getrennt, sondern mehrfach wechselnd innerhalb eines einzigen Stückes. Das macht dieses Album zwar höchst originell und immer wieder überraschend, aber eben auch fordernd. Kein Begleitjazz zum Essen oder Rotweintrinken also. Und: Zwar sind alle drei Musiker hörbar Meister ihres Fachs, und zwar verschmelzen sie auch als Trio zu einer Einheit, wie sich das gehört - aber wer schon ein bisschen was an Free- und sonstigem Jazz konsumiert hat, wird hier doch immer wieder auf musikalische Floskeln stoßen. Virtuos, keine Frage - aber eben auch nicht wirklich neu.

So ist das Album ein gutes Zeugnis für die Könnerschaft der drei Musiker - aber kein Meilenstein der Jazzgeschichte. Muss es ja auch nicht sein. (sep)



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