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Alle Rezensionen zu Stein Urheim & Mari Kvien Brunvoll
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Stein & Mari's Daydream Community
(2011, Jazzland/Universal 370646-6)

Die beiden Multiinstrumentalisten Stein Urheim (*1979) und Mari Kvien Brunvoll (*1984) trafen sich in Bergen, und nicht weit davon entfernt, im idyllischen Vaksdal am Fjord, nahmen sie im Sommer 2010 dieses halbstündige Album als Duo auf. 2011 bereits in kleiner Vinylauflage veröffentlicht, brachte es Jazzland Records ein Jahr später als CD heraus. Während Mari ihren Schwerpunkt auf Performances mit Live-Sampling, Elektronik und anderem Instrumentarium legt, spielte Gitarrist Stein bislang zwei avant-folkige Soloalben (u.a. bei Hubro) ein, sowie in Gabriel Fliflets »Åresong«-Quintett zwischen Tradition und Jazz-Poesie (NORCD) und im extravaganten Ensemble The Last Hurrah!! (RuneGrammofon-Avantgarde).

Vor dem Hintergrund all dieser scheinbar unvereinbaren Einflüsse liefern Stein und Mari als intimes Duo eine wahrlich (tag-)träumerische, zarte Popmusik, die in ihren besten Momenten unerhört eigen und frisch klingt. Darin sind sie einer Band wie Splashgirl nicht fern, auf deren zweitem Album Mari Brunvoll bereits auftrat. Doch auch luftigem Country und Blues geht den beiden offenbar mühelos von der Hand. Nicht vieles auf diesem Debüt wirkt zwingend, doch darf man gespannt sein, welche Wege Stein und Mari mit ihrer Tagtraumgemeinde als nächstes vertiefen. (ijb)



Siehe auch:
Mari Kvein Brunvoll
Stein Urheim
Gabriel Fliflet
The Last Hurrah!!

Stein Urheim: Stein & Mari

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.steinmarimusic.com

   

For Individuals Facing The Terror of Cosmic Loneliness
(2015, Jazzland Norway Nº5 / 4744358)

Nach »Stein & Mari's Daydream Community« und dem für den Spellemannpreis in der »Open Category« nominierten »Daydream Twin« könnte ihre dritte CD den Durchbruch für Stein Urheim und Mari Kvein Brunvoll bedeuten. Doch die beiden machen einfach genau so weiter wie gehabt. Keine popaffinen Anwandlungen, keine Extravaganzen, keine Gastmusiker im Boot... (Jørgen Træen ist allerdings als drittes Bandmitglied weiter dabei) Konsequenterweise hätte man eigentlich das Covermotiv diesmal im Frühling abbilden und den Titel »Daydream Triplet« wählen können.

Es herrscht eine latent dunkle Stimmung, vor allem auch durch Maris unprätentiösen Gesang; die neun Songs, über eine Laufzeit von einer guten halben Stunde, sind wieder skizzenhaft und ein wenig ungreifbar, sicher gab es einen hohen improvisierten Anteil. Doch die Konsistenz des Projekts und die reizvolle spielerische Atmosphäre der Suche nach der Popmusik an ihren äußersten Randbezirken unterhält und entfaltet sich verzögert wie Alltagspoesie: erst schlicht, dann hintergründig - und stets inspirierend. (ijb)



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