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Alle Rezensionen zu Lars Bech Pilgaards Slowburn
(Genre »Rock«, Land »Dänemark«)

 

Folketro
(LP, 2019, Mom Eat Dad/Gateway MOMLP014)

Was ist passiert seit der Debüt-LP von Slowburn vor bald einem Jahrzehnt? Lars Bech Pilgaards Slowburn muss man, korrekterweise, sagen. Denn um sich von anderen Bands gleichen Namens abzugrenzen, wird auf die LP-Cover stets der Name des Chefs mit dazu gedruckt. Mehrere Alben, allesamt nur auf Vinyl, auf oftmals 100 Exemplare limitiert obendrein, hat das Quartett seit 2011 veröffentlicht; Platte Nummer vier ist nun »FOLKETRO«. Nach wie vor besteht die Band aus Lars Bech Pilgaard (g, p, synth), Lars Greve (cl, sax), Thomas Eiler (dr) und Thommy Andersson (b), es hier gibt hier aber einige hochspannende Erweiterungen; so spielen etwa mehrere Streicher und weitere Bläser mit: eine Viola da gamba (Nicole Hogstand) und eine Violine (Nils Gröndahl), Tuba, Trompete, Posaune, sowie zusätzliche Perkussion und Pianist Jacob Anderskov spielt Akkordeon.

Die Klangpalette wurde also spürbar ausgebaut und weg vom Jazz und Rock ausgeweitet, hin zu einer Art feiner Kammermusik – wenn man das so sagen darf, denn die Gitarre bleibt selbstredend weitgehend tragendes Element. Auch Improvisation scheint nach wie vor wichtig zu sein, wenngleich die oft ruhigen bis melancholischen Stücke auch als Kompositionen absolut überzeugen und in Pilgaards eigene Welt nordischer, speziell dänischer Weite einladen. So ist »FOLKETRO« eine auf den ersten Blick unspektakuläre Platte, die aber nach und nach eine raumgreifende und überaus inspirierende Kraft entwickelt. (ijb)



Siehe auch:
Jacob Anderskov
Thommy Andersson
Svin
Jacob Anderskov with Strings, Percussion & Piano

Lars Bech Pilgaards Slowburn: Folketro

Audio-Link Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://cargocollective.com/larsbechpilgaard

   

Mammut
(LP, 2011, Mom Eat Dad/Gateway MOMLP002)

Darf man das mit gutem Gewissen unter Jazz einordnen? Wahrscheinlich ist es irreführend, obwohl »MAMMUT« einiges gemein hat mit dem Kosmos von Stian Westerhus oder anderen aktuellen Gitarristen im Grenzbereich von Free Jazz, Avantgarde-Rock, Noise und Klangkunst. Im Slowburn-Trio spielt der Däne Lars Bech Pilgaard mit Bassist Thommy Andersson und Drummer Thomas Eiler, mit dem er auch in der Band Svin Krach macht. Mehr noch als dort wirkt die Musik hier gänzlich unspektakulär, aber anachronistisch aus der Zeit gefallen (wofür neben dem Albumtitel auch spricht, dass die Platte nur auf Vinyl erhältlich ist) und kümmert sich Null um Moden in Rock und Jazz.

Besonders Seite 1 wird nicht laut oder aggressiv, sondern bleibt trotz eines rohen, kraftvollen Gitarrensounds, der sehr im Vordergrund steht, recht spartanisch, ohne Effekte. Besonders auf Vinyl tritt entsprechend das reiche Klangbild des Instruments ins Zentrum des Hörvergügens. Eine Nummer beginnt dann ganz überraschend mit einer Klarinette (Lars Greve von Girls In Airports). Auf Seite 2 geht es schon sprunghafter zur Sache, experimenteller, freier. Es bleibt bei der Faszination für einen spröden Gitarrensound, entwickelt sich dabei fast unmerklich fließend zu einem dunkel-fantasievollen »Post-Rock« à la früheren Tortoise, einem Soundscape zwischen Krautrock und Western-Soundtrack. 1A-Platte für Gitarrenliebhaber. (ijb)



Siehe auch:
Lars Bech Pilgaard
The Wøøøh

Audio-Link Video-Link



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