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Alle Rezensionen zu Klökkeblömst
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Klökkeblömst
(2013, ILK ILK205CD)

»Lieder, die dänisch hätten sein können«, steht in den knappen Liner Notes, sei das übergreifende Thema von Klökkeblömsts Debüt-CD, unter dem Einfluss der Lieder, die sie in der Schule gesungen hätten. Ein dänisches Trio, Generationen übergreifend bestehend aus Tenorsaxofonist Anders Banke, der auf bereits etlichen Alben bei ILK mitwirkte, Peter Danstrup an der akustischen Bassgitarre und Anders Provis am Schlagzeug: In dieser Konstellation spielen die drei erst seit 2012, und alle Stücke der CD stammen aus der Feder von Danstrup, der 2012 bei den Dänischen Musikpreisen in den Kategorien »Jazzalbum des Jahres« und »Komponist des Jahres« auftrumpfte.

Klökkeblömst jedoch kommen eher wie ein wenig spezifisches kleines Nebenwerk daher, eine Art verspieltes, unaufgeregtes Impro-Kämmerchen. Fast scheint es, als hätten die Musiker mehr Ideen in die langen Songtitel gesteckt als in die Kompositionen. »Smile my Cheerful Friend, Just Swing the Golden Chalice, You are Free« oder »Under the Crown of the Beech, in the Warm Lap of a Maiden« heißt es da. Ob und in welchem Zusammenhang diese Worte zu den sanft mäandernden Stücken stehen, kümmert da kaum mehr. Wenig fesselnd, das ganze. Man muss Geduld und Stimmung mitbringen. Immerhin subtil. (ijb)



Siehe auch:
Spring
Kostcirkeln
Mark Solborg 4
moLd

 Klökkeblömst: Klökkeblömst

Audio-Link Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.ilkmusic.com

   

[sic!]
(2015, ILK 253CD)

Nach dem selbstbetitelten Debüt und dem sympathischen Nachfolger »Romantiker« geht das dänische Trio auf dem dritten Album innerhalb von drei Jahren intensiv in die Impro-Richtung. Aus diversen Gründen hätte die CD auch einfach »Drei« heißen können. Die Beschreibung der Entstehung ist so spannend, dass er womöglich mehr Interesse auf die CD weckt als eine respektvolle Besprechung: Drei Arten von Improvisation hat das Trio erprobt: Live im Studio, doppelte Impro, d.h. »über« einer zuvor gemachten Aufnahme, und, als Königsklasse, die drei Musiker improvisieren simultan zu einer Aufnahme, ohne sich gegenseitig dabei zu hören. Am Ende wurde dann diese letzte Version stehen gelassen, und die erste Aufnahme gelöscht.

Mutig ist das, selbstredend. Und passt wunderbar zu ILK, einem innovativen Forschungslabor der europäischen Jazzszene. Klar, dass die CD entsprechend eine/n fortgeschrittene/n Hörer/in verlangt, am besten sollte man wohl selbst praktische Erfahrung als Jazzmusiker – oder wenigstens ein exzellentes Verständnis der Sache – haben. Dann wird man an »[sic!]« großes Vergnügen haben. (ijb)



Siehe auch:
Anders Provis
Mark Solborg & Anders Banke
Mikkel Nordsø Band

Audio-Link



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