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Alle Rezensionen zu Travelling Tribes
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Artificial Moonlights
(2014, ILK/Danish Music and Entertainment ILK232CD)

Nachdem das Quartett 2013 den Dänischen Musikpreis für die Komposition in der Kategorie »Weltmusik« abräumte, ist zu hoffen, dass ihr zweites Album mit dem treffenden Titel »ARTIFICIAL MOONLIGHTS« den internationalen Durchbruch bringt. Denn die Travelling Tribes haben ihren ihre Qualitäten als Songwriter und Arrangeure noch einmal deutlich verbessert und bieten acht famose Songs, die weniger flippig bunt als dunkel und geheimnisvoll sind. Ihr Hang zum Mysteriösen geht so weit, dass sogar keine Fotos, Namen und Instrumente der Mitwirkenden vermerkt sind. Man findet heraus, dass Keyboarder Anders Filipsen mitwirkt, den man von einigen fantasievollen Ensembles auf ILK Music kennt, vorrangig im vorwärtsdenkenden Kopenhagener Jazz verortet.

Andere Mitglieder kennt man von der Valby Vokalgruppe und Girls in Airports, und Einflüsse aus der fernöstlichen Musik werden auch angegeben. Diese stilistische Schrankenlosigkeit ist nach wie vor das große Kapital der Travelling Tribes, wobei ihre Stärke zugleich klar darin liegt, dass sie einen neuen, fantasievollen Entwurf von Popmusik bieten, klar, aber mit Sinn für raffinierte Abwege. Dabei sind die längsten Stücke die besten; ein nur kurzes Reinhören kann die Qualitäten dieser hervorragenden Band nicht offenbaren. Dafür braucht es Zeit und Ruhe, und für häusliche Herbst- und Winterabende eignet sich »ARTIFICIAL MOONLIGHTS« ganz wunderbar. Es ist eines dieser Alben, das immer wieder von Neuem zu kurz ist, auch weil man seinem Geheimnis nicht auf die Schliche kommt. (ijb)



Siehe auch:
Busk
The White Nothing
Girls in Airports
LoFi (lohr/filipsen)

 Travelling Tribes: Artificial Moonlights

Audio-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.travellingtribes.net

   

Everything Seems to Change
(2012, ILK/Challenge ILK198CD/ILK198LP)

Cloudbusting für Fortgeschrittene! Travelling Tribes aus Kopenhagen lassen auf ihrem Debütalbum »EVERYTHING SEEMS TO CHANGE« die Fragezeichen durch die Luft wirbeln wie Konfetti. Bewegen sich geschmeidig wie die Wildkatzen durch das Unterholz des Weirdpop. Schaffen es, eine Atmosphäre des magischen Realismus entstehen zu lassen, in der uns der Boden auf sanfteste Weise unter den Füßen weggezogen wird. Das Quartett um den Sänger und Multiistrumentalisten Emil Jensen zelebriert die verschleppten, verlangsamten Klänge. Setzt mit den tribalen Trommeln vom auf Bali aufgewachsenen Perkussionisten Victor Dibboe auf asiatische Einflüsse. Wie es übrigens auch Lykke Li drüben im arrivierten Poplager tut! Und driftet dabei gekonnt in psychedelische Gegenwelten ab.

Die Boy-Girl-Harmoniegesänge von Jensen und Sängerin Lil Lacy passen dabei merkwürdig harmonisch ins Bild. Trotzdem wirken die meisten Tracks auf dem Erstling so, als kämen sie von weit her, vielleicht vom Grunde des Meeres? Das geheimnisumwehte »Bon Voyage« etwa klingt so, als würden die Melusinen unter Wasser singen. Einziges Zugeständnis ans Establishment ist das in Richtung ordentlichen Indierock tendierende »Let´s Stay Together«. Ansonsten: Hippieske Exotica, die sich in tiefgrüne Nachdenklichkeit hüllen. Hat was! (emv)



Siehe auch:
Lykke Li



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