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Alle Rezensionen zu Infinta (Saarti Carboni Hille Spanu Filindeu)
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

Time Continuum
(2013, Satnamusic/artscapes satnamusic CD 131)

»Grenzen von Zeit und Raum herausfordern« wollen sie, schreibt das finnisch-italienische Quintett auf dem Innencover dieser CD. Dazu würde man Ansätze verschiedener europäischer Traditionen und musikalischer Gegenden integrieren. Kein geringes Bestreben für Pianist Sid Hille und seine Band mit Trompete, Saxofon, Bass und Schlagzeug. Vom völlig irreführenden 30-sekündigen Intro abgesehen bieten Infinita indes keine radikalen oder unerhörten Genresprünge, sondern herzlich klassischen und fein abgestimmten Kammerjazz in der Tradition von ECM und zahlreichen verwandten Labels zwischen Norwegen und dem mediterranem Raum.

Selbst wenn sich die fünf die einstige Avant-Popnummer »Strawberry Fields Forever« der Beatles vornehmen, klingt das keineswegs herausfordernd, sondern fast schon zu glattgebügelt. Erst im letzten Abschnitt des sechsminütigen Stücks trauen sich Infinita, die sicheren Bahnen zu verlassen, und da entsteht ganz überraschend die spannendste Minute des ganzen Albums. Auch in »Kantri / Raga« und »Petals« gibt es diese Momente der Fantasie, wo sich für Momente plötzlich und sehr willkommen etwas öffnet, aus dem hohen Traditions- und Stilbewusstsein ausbricht. Dass man Jan Erik Kongshaug für die Abmischung engagiert hat, spiegelt sich im relativ weichen, streckenweise heimelig warmen Klang der Aufnahmen. Allerdings fehlt diesem Gesamtbild dann doch eine kraftvolle Präsenz; als ob man zu sehr auf Luftigkeit und zu wenig auf eine notwendige Bodenhaftung gesetzt hätte. (ijb)

 Infinta: Time Continuum



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