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Alle Rezensionen zu Wombbath
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Internal Caustic Torments
(2013, Pulverised Records ASH110CD)

»Die Wombats (Vombatidae, Plumpbeutler) sind eine Familie in Australien lebender Beutelsäuger (Metatheria). Es handelt sich um höhlengrabende Pflanzenfresser mit bärenähnlichem Aussehen«, so Wikipedia. Die putzigen Wombats sind nicht zu verwechseln mit den putzigen Metallern Wombbath (»Gebärmutter-Bad«) – deren Mitglieder bei Erscheinen des Debüts um die 16 Lenze zählten. Zuerst nannte sich die schon 1995 aufgelöste Truppe »Seizure«, stellte fest, dass dieser Name bereits vergeben war, und musizierte fortan als »Gebärmutter-Bad«. Zum 20-jährigen Geburtstag ihres Debüts »INTERNAL CAUSTIC TORMENTS« schmeißt Pulverised Records dieses in remasterter Version erneut auf den Markt. Zusammen mit dem »BRUTAL MIGHTS«-Demo (1992), der »SEVERAL SHAPES«-EP (1992) sowie dem neu-aufgenommenen »20:13 Silence Unveiled« (ehemals »As Silent As The Grave«) kommt die Scheibe auf eine stolze Länge von 77 Minuten.

Nach Hören der neun Stücke des Debüts, muss ich den Promotern Recht geben: »Wombbath is criminally underrated in the Swedish Death Metal scene«. Dem Frischlings-Quintett hört man das Alter keineswegs an, auch nicht Tomas Lindfors’ (Ex-In Thy Dreams), dem Jungspund am Mikro. Es spielt Death Metal im damaligen Stile ihrer Landsmänner, wie etwa Dismember, allerdings mit leichtem funky Groove und einigen Thrash-Tupfen. Tiefes Bellen und dreckige Riffs von Håkan Stuvemark (Skineater, Ex-In Thy Dreams) und Tobbe Holmgren dominieren die neun schmutzig produzierten, meist im Midtempo gehaltenen Songs. Der auch auf der 1992-er EP vertretene »Corporal Punishment« erinnert gesanglich partiell an Fear Factorys »Martyr«. Ein Ausreißer ist »Abandon«, mit Kirchenglocken-Intro, heiser gesprochenen Passagen und seiner Doom-Atmosphäre.

Bereits auf dem »BRUTAL MIGHTS«-Demo erklingt der Opener »Beyond The Gloomy«, der den Versionen auf der EP und dem Erstling ähnelt, mit einigen Variationen an Mikro und Gitarren. Insgesamt klingen die vier Stücke etwas düsterer als das Album, was auch am leichten Black Metal-Touch (wie in »Tales From The Darkside«) liegen mag. Keine songwriterische oder produktionstechnische Meisterleistung, aber: Es hat Atmosphäre. Die »SEVERAL SHAPES«-EP beginnt mit einem verdächtig ruhigen, instrumentalen Intro, dem drei Stücke folgen, die auch in ähnlicher Form auf dem Debüt sind; die EP hätte es nicht zwingend gebraucht. Eklatant anders dagegen das Remake des Ex-»As Silent As The Grave«, der hier wie ein Fremdkörper wirkt.
Gesamtfazit: Hat was, macht Spaß. (nat)



Siehe auch:
Skineater

 Wombbath: Internal Caustic Torments

   

Downfall Rising
(2015, Pulverised Records ASH129CD)

… man kann ja mal 22 Jahre Pause machen. Vor allem wenn man nur ein Album raus gebracht hat (und zwei EPs sowie eine Split-Scheibe). Merkt ja keiner, musikalisch zumindest nicht. Auf dem »Nachfolger« schlagen die Schweden so brachial in dieselbe Kerbe, das der Hörer nur am Etikett »Old School« vor dem Wörtchen Death erkennt, dass er sich mit dieser Scheibe nicht mehr in den Anfängern der 1990er befindet, zwischen den seinerzeit brandneuen Veröffentlichungen von Entombed, Dismember oder Grave.

Von den damaligen Mitgliedern ist übrigens nur noch Gitarrist Håkan Stuvemark übrig, merkt auch keiner. Der 32-Minüter bietet nur zwei Ausreißer aus dem Mittelmaß: einen positiven – das bissige, progressive und zugleich angeschwärzte Stück »Putrid And Bound (By The Seed Of Satan)« – und einen negativen – das pseudo-symphonische Outro »Abandoned Furthermore«. Fazit: manchmal ist es besser, Tote ruhen zu lassen. (nat)



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