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Alle Rezensionen zu Farvel (ehem. Isabel Sörling Farvel)
(Genre »Jazz«, Land »Schweden«)

 

Isabel Sörling Farvel
(2013, Unit Records/Harmonia Mundi 7640114793578)

Free Jazz meets Popsongs, diese Ambition hat gerade in letzter Zeit schon einige skandinavische Bands angetrieben, stets mit einer weiblichen Stimme vorneweg. Die bestimmt bei diesem schwedischen Sextett sogar den Namen der Gruppe, obgleich das ein wenig in die Irre führt, suggeriert es doch, dass Sängerin Isabel Sörling die Chefin im Hause wäre. Doch bereits ein Blick auf die Komponistenangaben zeigt, dass es hier eher gleichberechtigt zugeht, die neun Stücke vorwiegend von Pianist Henrik Magnusson und Tenorsaxofonist Otis Sandsjö stammen. Die Musik selbst unterstreicht die Ensembleleistung mit Ein- und Nachdruck.

So überzeugen Songs wie »If You Don't« oder »Leta« gerade deshalb, weil alle Bandmitglieder sich ebenso zu einer gemeinsamen Energie aufzuschwingen vermögen wie sie sich gegenseitig Freiräume schenken, verlässlich und sicher zwischen den Polen »Free« und »Song« changierend. Gerne wählen sie schillernde Dialoge zwischen den Bläsern (Trompete und Sax), Piano und Stimme, während die Rhythmussektion sich mal sanft eingliedert, mal souverän den Zug erhöht. Isabel Sörling beschränkt sich selbstredend nicht auf Textvorträge, sondern wechselt mit ihrer Stimme spielend zwischen Chanteuse und Vokalartistik. (ijb)



Siehe auch:
Poing + Maja Ratkje
The New Songs
Lindha Kallerdahl
Otis Sandsjö

 Farvel (ehem. Isabel Sörling Farvel): Isabel Sörling Farvel

Audio-Link Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.farvel.se

   

Östtomta
(2017, Jazzland/Edel 377 920 1)

Mit dem zweiten Album »RÖK« (ihrem ersten bei Jazzland Recordings) hat die Gruppe den angemessenen Schritt getan, ihren Bandnamen von dem ihrer Vokalistin hin zum kompakten Farvel zu ändern. Auf Album CD Nummer drei zeigen sie sich nun spürbar (zusammen-)gewachsen – jeder schreibt, arrangiert und produziert mit – und präsentieren ein Konzeptalbum in vier Kapiteln: »Luft«, »Feuer«, »Wasser« und »Erde«, mit entsprechenden Songtiteln.

Jazzland veröffentlichte die CD als »Nr.18« in seiner Reihe »Jazzland Norway«, obwohl das Sextett sowohl als Heimat als auch als Aufnahme- und Produktionsort Schweden angibt: Östtomta, worauf der Albumtitel verweist, ist nämlich ein Örtchen jenseits der Landkarten in der schwedischen Region Värmland, und auch wenn die improvisierten Stücke keine Texte haben, so kann man doch erahnen, dass die 6 jungen Leute ein persönliches Stück ihrer Heimat einfingen; nicht im Sinne von Folk- und Heimatmusik, aber doch auch davon beseelt. Ein irgendwie verzaubertes, nicht so einfach zu fassendes Album, das zu Träumen und Driften einlädt. Da fühlt man sich an die Kollegen von Efterklang erinnert. (ijb)



Siehe auch:
Efterklang



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