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Alle Rezensionen zu Bourbon Boys
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Hail To The Chief
(2013, Despotz/Playground)

Rauhkehlchen! Die Bourbon Boys, vier gestandene Mannsbilder aus Nordschweden, geben auf ihrem zweiten Album »HAIL TO THE CHIEF« mit whiskeygestärkten Stimmen die Südstaaten-Haudegen mit dem goldenen Herzen. Wer Genre-Revolutionen oder auch nur schüchterne Aufbruch-Versuche erwartet, ist hier am falschen Ort: Das bärbeißige Quartett aus Haparanda hat offenkundig Creedance Clearwater Revival- und Lynyrd Skynyrd-Alben auf Dauerrotation gehört. Als einzige Ausreißer erweisen sich hier eine kleine Verbeugung vor den Rolling Stones und gepfefferte Gitarrensoli im Ted-Nugent-Stil, die sich heute keiner mehr zu spielen traut. Sänger Hulkoff röhrt wie ein Elch mit Bronchitis. Das klingt so überzeugend nach dem Soundtrack für staubige Südstaaten-Highways, dass die Einheimischen glatt neidisch auf die Nordmänner werden können: Die klingen echter als die Amerikaner selbst!

Selbstironische Schlenker gibt es hier keine zu vermelden, dafür nehmen die Bourbon Boys ihre Sache viel zu ernst. Abwechslung wird hier höchstens bei der Betriebstemperatur geboten: Bei der gefühligen Ballade »Broken Badboy Blues« knistert ein behagliches Lagerfeuerchen, bei »Wolverine« steigt das Thermometer zu bluesigen Tönen und bei »To Hell And Back« fachen die Schweden ein loderndes Feuer mit wilden Gitarren an. Insgesamt aber hört man sich an diesem klassischen Country-Rock schnell satt. 13 Tracks voller goldener Rauhbeinigkeit lullen ein wie übermäßiger Bourbon-Genuss. Wir schieben den Stetson in die Stirn und dämmern tiefenentspannt weg. (emv)

 Bourbon Boys: Hail To The Chief

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.bourbonboysofficial.com



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