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Alle Rezensionen zu Thea Hjelmeland
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Oh, The Third!
(2013, Øra Fonogram/Rough Trade)

Launige Klampfenliese. Eigenwillige Nu-Jazzerin. Unberechenbares Weirdo-Popsterin: All diese Attribute könnte man Thea Hjelmeland auf ihrem Debütalbum »OH, THE THIRD« zuordnen und damit nicht völlig falsch liegen. Aber die junge Norwegerin damit auch nicht richtig zu fassen kriegen! Denn die Musikerin aus dem Dörfchen Førde hat sich eine feine Nische gesucht: Irgendwo zwischen Chanson, Singer-Songwriterigem, leicht Angejazztem, Balladigem, bisschen Rhythm´n´Blues, und huch, mitunter sogar Rock. Das Debütalbum hat kein Geringerer als Tausendsassa Jarle Bernhoft produziert.

Hjelmeland beschreibt ihre Musik als »blue accoustic pop«, was die Sache ganz gut trifft, aber mitunter auch in die Irre führt. Denn die Sängerin klingt auf dem kabarett-affinen »I Need No Other« wie eine entfernte Verwandte von Seeräuber-Jenny, nur um in »In This Town« in den Walzermodus zu wechseln oder in »Perfume« wie eine unberechenbare Mischung aus Tori Amos und Loreena McKennit zu klingen. Außer singen kann Frau Hjelmeland auch noch Mandoline, Banjo, Gitarre, Ukelele, Piano und Schlagwerk spielen. Zur Zeit hört sie gerne Flamenco, Rihanna und Billie Holiday. Sagt sie. Und kommt mitunter so rätselhaft wie eine Tigerkatze daher. Und ist selbstbewusst genug, um in ihrem Sechs-Minuten-Song über die Langeweile eine ausgiebige Schweigepause einzulegen, um danach zu elektronischen Störgeräuschen in lustvoll hysterisches Geschrei auszubrechen. Gefällt! (emv)

Thea Hjelmeland: Oh, The Third!

Offizielle Website

Offizielle Website      http://theahjelmeland.com/

   

Solar Plexus
(2014, THEAH Music THEA 003)

Von »blue acoustic pop« in ein knallrotes Kleid – der Hintergrund bleibt aber pastell-hellblau, und einiges andere bleibt auch: Thea Hjelmeland ist auch auf ihrer zweiten CD eigenwillig und ungewöhnlich, sie bastelt sich eine eigene Welt aus Gitarren und Harfen, aus Knistern und ihrer Stimme.

»Babe, I beg, I beg, I beg you, don’t go / Don’t leave me loving you« fleht sie zu Beginn in »Cornwall« über knisternden Elektronics und ihrer Harfe. Das folgende »The Well« ist geschickt aufgebaut, mit ihrer akustischen Gitarre erinnert sie an die frühe Suzanne Vega. Der »Caravan Of Illusions« schwurbelt fast psychedelisch. »Define« ist entwaffnend einfach, aber ihre gedoppelte Stimme macht ein kleines Folk-Drama. »Breathe« wiederum spielt mit Reggae-Offbeats und gerät ins Kreiseln. Im kurzen, nur von ihrer Stimme(n) getragenen »Nylons« geht es sehr direkt um Sex, im viersprachig gesungenen »Querete« kommt ihr zugute, dass sie jahrelang auf Cuba und in Paris lebte. »Please, let me be a bird« fleht sie in der Single-Auskopplung »Feathery« - möge das nicht geschehen, Thea Hjelmeland ist eine der kreativsten und eigenwilligsten Persönlichkeiten in der daran sicher nicht armen norwegischen Szene. (tjk)



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