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Alle Rezensionen zu The Tranq
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Loss Is For The Masses
(2013, Kaarberg Music KM005)

Die Kunst der eleganten Schwermut ist in der Popmusik eine Konstante. Ebenso wie das Faktum, dass Bands dieser Stilrichtung fast schon zwingend blass sind und schwarze Kleidung tragen. The Tranq bilden keine Ausnahme von dieser Regel. Das Quintett aus Örebro erschafft auf seinem Debütalbum »LOSS IS FOR THE MASSES« eine Stimmung von elegantem Disco Noir, mit deutlichen Bezügen auf den emotional verdüsterten Indiepop britischer Prägung der Anfangs-80er. Sagen wir mal Tears For Fears, dann schlagen wir die richtige Richtung ein. Vor allem, wenn die gepflegten Synthies dazukommen! Wenn hier gelitten wird, dann nur stilvoll: Das Tempo in tanzbaren Songs wie »My Heart Is A Jo-Jo« ist gemäßigt. Denn merke: Diese Nachwuchskräfte wollen sich nicht echauffieren, sie wollen alle dunkelgrauen Zwischentöne ausgiebig auskosten!

Dass die Welt ein düsterer Ort ist, ist für die Schweden ausgemachte Sache. Doch Verzweifeln ist ihr Ding nicht! Sie fallen, sie fallen aus dem Kuckucksnest wie im schön reduzierten Piano-Track »Go Southwest«. Die nasal-falsettigen Vocals erzeugen eine Form reduzierter Melancholie, die erfreulicherweise nie in Wehleidigkeit umschlägt. Ein grundsolider Bass hilft hier beim Aufrechtgehen. The Tranq sind überzüchtet, aber authentisch so. Und schaffen es, ihre Sozialkritik an der gefühlskalten Erwachsenenwelt unauffällig in ihre Songs einzubinden. Die Welt lässt sich ändern, auch wenn wir das bisweilen bezweifeln. In »I Never Thought The World Could Change« dürfen die Gitarren ausnahmsweise auch mal lustvoll lärmen! (emv)

The Tranq: Loss Is For The Masses

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.thetranq.com



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