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Alle Rezensionen zu Karin Krog & John Surman
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Songs about this and that
(2013, Meantime Records MR20 / 7041880102029)

Man tut ihr sicher nicht unrecht, wenn man Karin Krog als Norwegens »Grande Dame des Jazz« bezeichnet. Schon 1959 wurde sie bei einer Umfrage zur Jazzsängerin des Jahres gewählt, und in den letzten 50 Jahren spielte sie mit unterschiedlichsten weltweit bekannten Musikern in Konzerten und auf Alben. Nach »Cloud Line Blue« (1978) und »Bluesand«, das 1999 den Spellemann-Preis gewann, ist »SONGS ABOUT THIS AND THAT« das dritte Album im Duo mit dem englischen Sax-Altmeister John Surman.

Die neun Lieder entstanden im Auftrag des VossaJazz-Festivals 2010 und wurden schließlich im April 2013 im Rainbow-Studio eingespielt, mit einer Band zwischen Pop und Jazz: Terje Gewelt (Bass), Björn Klakegg (Gitarre/Elektronik), Ivar Kolve (Vibrafon) und Tom Olstad (Schlagzeug), die alle namentlich auf dem Cover genannt werden. Mit ihren 76 Jahren klingt Karin Krog noch immer erstaunlich jugendlich; keine Spur von Altersmüdigkeit liegt in ihrer Stimme. Und von dieser gewissen Zeitlosigkeit und Universalität leben auch die Musik und die Texte: Mal in nachdenklicher Introspektion, mal als Referenz auf die »große« Jazzgeschichte (Thelonious Monk), mal kindlich verspielt oder in Erinnerungen nachgehend, dann wieder volatil experimentell, doch sogleich in mitreißende Gruppendynamik springend (»Question Song«). In einer Jahrzehnte langen Reihe unzähliger Alben sind die »Lieder über dieses und jenes« ein kraft- und fantasievolles Statement gleichermaßen zum 50. Jahrestag ihres Debütalbums wie auch als idealer Einstiegspunkt für alle, denen das Werk von Karin Krog bislang nicht vertraut ist. (ijb)



Siehe auch:
Karin Krog
Bergen Big Band & Karin Krog
Terje Rypdal & Nordic Quartet
Bjørn Klakegg

Karin Krog: Songs about this and that

Offizielle Website

Offizielle Website      www.karinkrog.no

   

Cloud Line Blue
(1976, Meantime Records NOKTA7911010 / MR11)

Die persönlichen Worte von Karin Krog und John Surman im Beiheft der Wiederveröffentlichung erzählen bereits so vieles - und mit angemessen Worten, dass sich eine Rezension der Musik daneben allzu banal ausnimmt: Beim Bier auf einem Jazzfestival in den frühen Siebziger Jahren entstand die Idee zum gemeinsamen Duoalbum, woraufhin man sich im Mai 1976 auf eigene Kosten in die Londoner Riverside Studios begab, um dort mit etlichen Synthesizern und a little help from their friends Stu Martin (Schlagzeug) und Janet Cooke (Piano, Streicherensemble) ohne kommerzielle Hintergedanken und Zwänge, aber mit Begeisterung und Gedichten von Paul Rowlands herumzuprobieren.

Klar gab es Overdubs — »loads of them!!« — für improvisierende Jazzmusiker damals alles andere als selbstverständlich. Spannend aber sei es gewesen, damit zu experimentieren. Später fehlte es an Geld, um die Aufnahmen abzumischen, bis der damals noch junge Jan-Erik Kongshaug gefunden wurde und das Album 1979 schließlich erscheinen konnte.
Für diese Wiederveröffentlichung dachte man zuerst an eine Neuabmischung, doch - kluge Entscheidung - die Exkursion in diese etwas (natürlich noch analog gemischte) raue, aber ungemein faszinierende und freigeistige musikalische Atmosphäre behält ihre Originalität und ihren kreativen Geist viel besser, wenn die Aufnahmen als reizvolle Zeitreise stehen bleiben. (ijb)



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