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Alle Rezensionen zu Aino Löwenmark
(Genre »Pop«, Land »Grenzgänger«)

 

Human
(2016, Traumton/Indigo 4628)

Fjarill, das schwedische-südafrikanische-deutsche Popduo, geht nach zehn Jahren und sechs CDs (fürs erste) in Pause. Aino Löwenmark, in Falun in der schwedischen Provinz Dalarna(s) aufgewachsen und nach Aufenthalten in England und Spanien schließlich in Deutschland gelandet, wollte andere Facetten ihrer musikalischen Kreativität entdecken und entschied sich für ein Solodebüt. Doch so ganz allein wollte sie es dann doch nicht angehen, und so wurde die Hamburger Wohnung, die sie mit dem ihrem Lebensgefährten, dem Tingvall-Trio-Schlagzeuger Jürgen Spiegel teilt, für ein halbes Jahr mit Instrumenten, Geräten und »Kabelchaos« in ein Studio umgebaut. Spiegel wurde zum Produzent und Co-Autor von »HUMAN«, Tingvall-Bassist Omar Rodrigues Calvo und Gitarrist Sandro Giampietro stiegen auch mit ein, und der u.a. aus Anett Louisans Band bekannte Cellist Friedrich Paravincini brachte gleich noch diverse Instrumente wie das Ondes Martenot (einen akustischen Synthesizer), Fender Rhodes, Hammond und Wurlitzer mit.

All diese Einflüsse zeigen die Richtung recht deutlich, in die Löwenmarks Album geht, und die Grundrichtung des sanft angefolkten Pop von Fjarill wurde beibehalten, vielleicht um einen souligen Windhauch angereichert. Die Songwriterin singt zumeist auf englisch, manchmal auf deutsch, und da schwedische Volksmusik für sie jedoch nur in ihrer Muttersprache vorstellbar sei, auch auf schwedisch. Es geht um Liebe, Licht und Vertrauen, um Freundschaft, Träumen und Zeitlosigkeit, alles hübsch allgemein gehalten, weshalb die Lieder mal als ordentlich produzierte Radiomusik daherkommen, jedoch immer wieder, wie »Halleluja« oder »All one«, mehr nach Kitsch und Schlager klingen als nach Folk und Pop. Das halb deutsche, halb schwedische »Sov nu« (»Schlaft jetzt«) macht es sich etwa zwischen Märchen, Schlaflied und (unbeabsichtigter?) Nachbildung von Peter Gabriels »Mercy Street« gemütlich. »Kreativ und spielerisch« soll »HUMAN« sein, ist aber leider nur zu selten wirklich fantasievoll, von einigen instrumentalen Farbenspielen abgesehen. (ijb)



Siehe auch:
Fjarill
Tingvall Trio

Aino Löwenmark: Human

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.ainoloewenmark.com



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