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Alle Rezensionen zu On Dog
(Genre »Jazz«, Land »Grenzgänger«)

 

Part I - Sloeblack
(2013, ILK/Cargo ILK209CD)

Betrachtet man die Referenzen, also die Musiker, mit denen die hier Beteiligten bereits gespielt haben, kann man sich ungefähr vorstellen, wohin die Reise geht: illustre Namen wie Jim Black, Evan Parker, Chris Speed, Paal Nilssen-Love, Jamaladeen Tacuma, Hank Roberts und Bobby Previte finden sich dort. Und doch ist On Dog etwas Besonderes.

Die treibenden Kräfte sind Francesco Bigoni (ITA, Tenorsax und Klarinette) und Mark Solborg (DK, Gitarre und Moog-Synthesizer), dazu gesellen sich die Italiener Piero Bittolo Bon (Altsax, Bassklarinette und Flöte) und Beppe Scardino (Baritonsax und Bassklarinette) sowie der Luxemburger Drummer Marc Lohr. Allesamt erfahrene Musiker, die sich im Nebel zwischen intelligenter Komposition und freier Improvisation besonders wohl fühlen. Hier machen sie eine Studie aus Kontrapunkt und Polyphonie, verpackt in ziemlich freie Saxophonstürme und Gitarrengewitter. In »Fugt« werfen sie mit Wattebällchen (Flötentöne), meist lassen sie’s aber ordentlich krachen. Das Quintett hatte hörbar Spaß – der Hörer auch, so er sich darauf einlässt und in der richtigen Stimmung ist. (tjk)



Siehe auch:
Mark Solborg
Lohr & Filipsen
Paal Nilssen-Love
Mark Solborg Trio feat. Herb Robertson & Evan Parker

 On Dog: Part I - Sloeblack

Offizielle Website

Offizielle Website      http://solborg.dk

   

Part II – White Horse Y La Rumba
(2013, ILK/Cargo ILK210CD)

Von wegen Rumba: das Quintett um Francesco Bigoni und Mark Solborg macht auf PART II natürlich genau da weiter, wo sie beim ersten Teil aufgehört haben.

Wobei doch kleine Unterschiede festzustellen sind: hier sind erheblich weniger Power-Passagen zu hören, dafür überwiegen Momente, in denen nur ein oder zwei Musiker zugange sind, obendrein auch noch in fast kontemplativ zu nennender Stimmung. »Kites« ist ein Beispiel hierfür. »La Rumba« erinnert nur sehr entfernt an den lateinamerikanischen Tanzrhythmus: hier pflegen Alt- und Tenorsaxophon eine unbegleitete Konversation, bis Barisax und Drums einsteigen und an einen Schwarm verschiedener Vögel erinnern. Die dann von den Trommeln verjagt werden, worauf eine Gitarre erscheint. In Kombination mit dem ersten Part ein richtig feines Dokument, das dem Hörer einiges abverlangt, ihn aber auch reich belohnt. (tjk)



Siehe auch:
Mark Solborg & Herb Robertson

Audio-Link



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