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Alle Rezensionen zu Nils Landgren
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Eternal Beauty
(2014, ACT/Edel ACT9562-2)

Unglaublich - wie macht der Mann das? Wechselt souverän und schlagfertig zwischen den Genres und Stilen, als wäre er ein schizophrener Geist. Wie kann auf die wild groovende Funk-Unit-Platte »Teamwork« zuerst das sensible Barock-Chor-Album mit Jeanette Köhn und dann eine neue Balladensammlung mit Posaunist Landgren als charmantem Chansonnier folgen, und stets auf so hohem Niveau, als wäre dem Schweden alles gleichermaßen in die Wiege gelegt worden…? Hinter dem fast schon nicht mehr ernstzunehmenden Titel »ETERNAL BEAUTY« - und dann der strenge Blick des Uhus auf dem Cover, genialer Kontrast - verbirgt sich nicht nur die Fortsetzung, sondern auch die gekonnte Fortentwicklung und Vertiefung des Albums »The Moon The Stars And You«, eine Sammlung aus »schönen Liedern für die Ewigkeit«.

Nils Landgren als Sänger ist ohne Frage nicht jedermanns Geschmack; nicht wenige werden die Nase rümpfen über die »Weichspüler-Musik«, die so glasklar und homogen produziert wurde, als würde sie auf die Vertonung von TV-Movies abzielen. Trotz Jazzbesetzung ist »ETERNAL BEAUTY« ein echtes Popalbum, wobei man bei Landgrens ungreifbar zwischen rau und weich changierender Stimme nie recht zu entscheiden vermag, ob sie nun zu warm oder doch eher zu apart ist. Und dann erst die Auswahl der Songs - George Harrisons Oldie »Isn’t it a Pity«, Mr. Misters Schlager »Broken Wings« und zwei Lieder nach Melodien seines Freundes Esbjörn Svensson (dessen Witwe einmal zum Duett gastiert)… Man wird die Platte entweder lieben oder hassen. Was sie jedoch sehr auszeichnet, ist, wie Landgren und seinen Mitmusikern Danielsson, Wollny, Kihlberg und Norberg ohne Ausnahme das Kunststück gelingt, diese »leichte Popkost« einfach, aber raffiniert mit großer Intensität und schwebender Eleganz aufzuladen, dass es einem wirklich warm ums Herz wird. Bewegend. Man höre (und staune) nur, wie viel die Band aus »We don’t need another Hero« zu zaubern vermag, gerade auch im direkten Vergleich mit der auf ähnliches abzielenden Version vom Espen Eriksen Trio. (ijb)



Siehe auch:
Nils Landgren & Esbjörn Svensson
Espen Eriksen Trio
Nils Landgren Funk Unit
Nils Landgren Jazz-CDs

Nils Landgren: Eternal Beauty

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.nilslandgren.com

   

Christmas With My Friends II
(2008, ACT/Contraire 9476-2)

Beim vierten Lied ist erstmal Schluss mit der Gemütlichkeit: Zu hingebungsvoll, zu gewichtig säuseln Sharon Dyall, Jessica Pilnäs, Jeanette Köhn und Ida Sand ihr »Jul Jul Stalande Jul«, als dass das noch hübsch ist. Dabei geht es doch anders, nämlich zurückgenommen und kantiger: Die Version des fast schon müde gecoverten Klassikers »Det Är En Ros Utsprungen« mit nur einer Stimme und vom leichten Gitarrenspiel Johan Norbergs geprägt, und schon ist sie da, die ergebene Xmas-Stimmung, die ruhig ein wenig sentimental und elegisch sein darf, es sind ja nur ein paar Tage zu bestehen.

Es ist überhaupt Norberg und auch Jonas Knutsson zu verdanken, dass dieser Weihnachts-Sampler über weite Strecken seiner 15 Beiträge immer wieder eine gewisse, folkige Bodenhaftung bekommt. Dann sorgt die Kantele für eine angenehme Fremdheit, dann garantieren Knutssons Saxophon-Sprenkel gelegentliche Spannungsbögen und auch Landgrens so typisch braves und wohltemperiertes Posaunenspiel – diesmal geht es insgesamt in Ordnung. (frk)



Siehe auch:
Nils Landgren & Jeanette Köhn
Cæcilie Norby
4 Wheel Drive

   

Christmas With My Friends
(2006, ACT/Contraire ACT9454-2)

Landgren lud musikalische Freunde zum Weihnachtskonzert, und sie kamen alle: Bassist Lars Danielsson, Pianist Bugge Wesseltoft, die Gitarristen Johan Norberg und Ulf Wakenius, Saxofonist Jonas Knutsson und als Sängerinnen Viktoria Tolstoy, Jeanette Köhn, Sharon Dyall und Ida Sandlund. Landgren und Friends performen die Weihnachtslieder auf »europäische« Art, also still, genügsam und besinnlich.

Das Repertoire: sehr bunt gemischt. Weihnachtslieder der klassischen (Händel) wie der folkloristischen Art (»Det Kimer Nå Til Julefest«), dazu elegant verfremdete Jazz-Klassiker wie Irving Berlins »White Christmas« oder »In Dulce Jubilo«. Gerade dieser überraschende Wechsel der Genres ist es, der musikalischen Genuss garantiert und ein Übermaß an Beschaulichkeit verhindern hilft. (peb)



Siehe auch:
Lars Danielsson
Ulf Wakenius
Jonas Knutsson & Johan Norberg
Ida Sand

   

Sentimental Journey
(2002, ACT/Contraire 9409-2)

Die Fortsetzung von Landgrens 99er Album »BALLADS«. Und wieder trübt Landgrens wenig charismatischer Gesang das ansonsten erfreuliche Balladen-Vergnügen: Begleitet u.a. vom Flesh Quartett, Session-Drummer Wolfgang Haffner und Pianist Anders Widmark hören wir lässig inszenierte Gassenhauer wie Ellingtons »In A Sentimental Mood«, Stings »Fragile«, den Country-Song »Ghost In This House« oder die olle Disco-Kamelle »I Will Survive«.

Als Gesangsgäste brillieren Rigmor Gustafsson und besonders Viktoria Tolstoy, beides junge Balladen-Talente, deren Alben Landgren kurze Zeit später produzieren wird. Und beim Titeltrack begleiten mit Karin und Mimmi Hammar zwei Posaunenschülerinnen Landgrens ihren Lehrmeister. (peb)



Siehe auch:
Fleshquartet
Anders Widmark
Rigmor Gustafsson
Viktoria Tolstoy



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