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Pinô
(2014, Sonic Pieces 019)

Während Erik Skodvin, die eine Hälfte von Deaf Center, bereits eine beachtliche Liste an Alben vorzuweisen hat, solo, als Svarte Greiner und in Bands wie B/B/S oder in Jóhann Jóhannssons »Prisoners«-Ensemble, ist Otto Totland, der Pianist des dunkel-cinematischen »Modern Composition«-Duos bislang nahezu unsichtbar und (als Solo-Interpret) stumm geblieben, von den fünf Minuten der A-Seite der 7-Inch »Harmony from the Past« abgesehen, einer gemeinsamen Veröffentlichung mit Skodvin Ende 2012. Wenig überraschend schreibt er mit »PINÔ« fort, was dort begonnen worden war: 18 fast ätherische, immer wieder zart dahingleitende oder sich unaufdringlich gebende, bald entwindende Pianominiaturen, weitaus näher an Harold Budds flüchtigem Ambient oder Nils Frahms Poesie als an Deaf Centers manchmal harscher Direktheit.

Totlands winterliche, zeitlos schimmernde Traumstimmung in teils verhallten, teils brüchigen Klavierfiguren erweist sich selbstredend als eben jener Kontrapunkt, der Skodvins rauhe Gitarrenskulpturen raffiniert ergänzen kann — aber auch solo fasziniert. Die phasenweise ineinander gleitenden Stücke von »PINÔ« sind getragen von einer beruhigenden Anmut, die weniger (und weniger gefühlig) Aufmerksamkeit erbittet als die gefühlsgeladenen Ambientstücke Nils Frahms, dessen Einfluss als Tonmeister beispielsweise im dumpfen »jonas« oder im Bewusstsein für normalerweise vernachlässigte Klangdetails durchscheint. Totlands Kompositionen sind einfach da. Wer möchte, kann sie zu sich einladen. (ijb)



Siehe auch:
Deaf Center
Harold Budd

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