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Alle Rezensionen zu Hanna Paulsberg Concept
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Song For Josia
(2013, Øra Fonogram OF 058)

Mit ihrer zweiten CD hat die junge norwegische Tenorsaxophonistin eine bemerkenswert reife Arbeit abgeliefert. Sie spielt mit einem ganz eigenen Ton, der sowohl an Garbarek (den aus den 60ern wohlgemerkt, im Opener »Frygia«), Coltrane und Charles Lloyd erinnert, aber keinen dieser Granden kopiert. Stilistisch bewegt sie sich im Post Bop, mit spürbaren Einflüssen aus ihrer Heimat und Afrika – der Elefant ist erster Hinweis darauf.

Ihre Band ist seit Jahren zusammen und klingt bestens eingespielt, daher ist »Concept« auch passender als Quartett: Der aufmerksame Hans Hulbækmo am Schlagzeug und Trygve Waldemar Fiske am Kontrabass legen nicht nur elastische, variable Rhythmen. Sie bringen auch solistisch einiges zustande, besonders Fiske etwa im Titelstück, das ohnehin zu den Highlights gehört. »De Ensamme« steigert sich langsam und spannend über einem sich wiederholenden Motiv. Bleibt Oscar Grönberg am Piano, der kraftvolle Linien perlen lässt und sanfte Akkorde blockt – und umgekehrt. Kraft hat auch die Saxophonistin, in »Elephant Mist« jagt sie heisere Elegien über changierende Rhythmen. Mit einem Calypso-ähnlichem »Hemulen« endet eine verdammt gute Aufnahme einer verdammt guten Saxophonistin mit einem verdammt guten Quartett. (tjk)



Siehe auch:
Hans Hulbækmo & Moskus
Trygve Waldemar Fiske & Waldemar4
Eldbjørg Raknes & Oscar Grönberg
Dan Peter Sundland Elevenette

Hanna Paulsberg Concept: Song For Josia

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.hannapaulsberg.com

   

Daughter Of The Sun
(2018, Odin Records ODINCD 9565)

Zumindest teilweise macht Hanna Paulsberg mit »DAUGHTER OF THE SUN« dort weiter, wo sie mit »SONG FOR JOSIA« aufhörte: Ambitionierter Jazz mit deutlichem 60er Jahre-Bezug (Pharoah Sanders und Charles Lloyd kommen in den Sinn) und noch deutlicheren Reminiszenzen an den Jazz aus Südafrika – anders gesagt, eine Kombination aus freigeistigen Saxophon-Elegien und fröhlichen afrikanischen Melodien.

Zunächst behält aber die erstere Komponente die Oberhand, dafür hat sie ihr Quartett mit den schwedischen Trompeter Magnus Broo verstärkt, der das Klangspektrum erweitert und auch einige bemerkenswerte Soli beisteuert. Auch das Zusammenspiel der beiden Bläser ist spannend, sie schaffen hier Harmonie und dort Reibungen. Der Rest der Band ist unverändert, sowohl personell wie auch auf weiterhin hohem Niveau. Hanna Paulsberg hat dieses Album der altägyptischen Pharaonin Hatschepsut gewidmet, dadurch erklärt sich auch der Titel. Die afrikanische Fröhlichkeit kommt vor allem gegen Ende der CD durch. Insgesamt ist »DAUGHTER OF THE SUN« absolut hörenswert, und Hanna Paulsberg ist eine aufregende Saxophonistin. (tjk)



Siehe auch:
Magnus Broo



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