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Alle Rezensionen zu Avatar
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Hail The Apocalypse
(2014, Gain Music -)

Wo will diese Kapelle eigentlich hin? Vier schwarzgekleidete, böse blickende Mannen mit kajalumrandeten Augen folgen einem Eisenbahnerlaterne schwenkenden Fronter mit roter Fantasiejacke und Make-Up à la Brandon Lee in »The Crow«. Wohin sie wollen, scheinen Avatar selbst nicht zu wissen. Das eröffnende Titellied zerrt nicht nur in puncto Bässe stark in Richtung Ami-Sound, auch Gesang/Geschrei und Songwriting könnten über den großen Teich geschwappt sein. Im folgenden »What I Don't Know« säuselt Johannes Michael Gustaf Eckerström zu einer Gitarre ins Mikro, bis die Instrumentalisten in bestem Schunkelrhythmus mit leichter Drehorgelanmutung loslegen, und JMGE wieder das Stimmschema des vorherigen Songs aufnimmt.

In »Death Of Sound« driftet er dann mehrfach in die Prog-/Power-Ecke ab. Durch wie viele Genres irrt der Fünfer im Verlauf des 49-Minüters noch? Natürlich darf die Industrial Kategorie nicht fehlen, mit dem typischen treibenden Beat, wie man sie von den Krupps, Rammstein oder den Deathstars kennt, um einen nordischen Vertreter zu nennen. Apropos nordisch: der Anfang von »Get In Line« erinnert mich stark an Kotiteollisuus. Dazu noch etwas Soundtrack-Anleihen, ein Hauch Gothic und Düsterrock, plötzlich ein deutscher Text in »Tsar Bomba« – habe ich, pardon die Band, etwas vergessen?

Fazit: Die Schweden kombinieren bekannte und bewährte Elemente einige Male sehr – einige Male weniger – gekonnt zu einem neuen Ganzen. Geeignet für genreüberschreitende Hörer mit Faible für harte Klänge und tanzbare, stampfende Rhythmen. (nat)



Siehe auch:
Deathstars
Kotiteollisuus

 Avatar: Hail The Apocalypse

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