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Alle Rezensionen zu Vanhelga
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Happiness
(EP, 2015, Eigenverlag -)

Same procedere as last album: Schon will ich meine Boxenkabel überprüfen, da fällt mir ein, dass das knisternde Störgeräusch der vanhelgasche Spezialeffekt ist. Das nervt. Zweieinhalb Minuten lang. Daran ändert auch der passende Titel »Dekonstruktion« des Openers nichts. Im folgenden »Lyrica« verzichtet die 2001 gegründete Kapelle Vanhelga nur im akustischen Gitarrenintro darauf, doch schon das hinzukommende Schlagzeug zeigt, wie es weitergeht, dann kommen die E-Gitarren dazu und … aaaargh.

Das instrumentale Zwischenspiel »Loneliness« kommt endlich ohne diesen Effekt aus, ebenso wie das anschließende »Tvingad Att Leva«. Hier wirkt die Produktion allerdings etwas dünn und die Instrumente schlecht austariert – möglicherweise soll das Knistern von genau diesen Schwächen ablenken. Auch das Piano-angelehnte »Emptiness« plätschert ebenso unspektakulär vor sich hin, wie das scheppernde, unterschwellig knisternde »Jag Hatar Dig«. Mit dem Dorfdiscobeat(!) namens »Mjau« ist dann alles vorbei. Zum Glück. Bitte J. Ottosson, alias 145188, der Du dieses Mal die komplette EP allein verantwortest: Lass Dir für die nächste Scheibe was Besseres einfallen, beispielsweise einfach durchgängig gut(produziert)en Black Metal. (nat)

 Vanhelga: Happiness

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.vanhelga.com/

   

Längtan
(2014, Art Of Propaganda -)

Ich muss schon sagen, diese knisternden Effekte (»Distortion«) die Vanhelga schon überreichlich in ihrem Opener »Svartsint Ömhet« verstreut haben, gehen mir ziemlich auf die Eier. Hoffentlich behalten die Schweden um Ex-Lifelover-Mitglied Johan Gabrielson (aka 1853) das nicht auf die komplette Dauer von »LÄNGTAN« bei. Der Gesang, genauer: die einzelnen Laute, die er ausstößt, ausspuckt sind schon gewöhnungsbedürftig genug. Und ja: Der Distortion-Effekt zieht sich durch die gesamten 66 Minuten.

Wer in der Lage ist, dieses Störgeräusch auszublenden, der entdeckt dahinter verborgen avantgardistische, experimentelle, chaotische, schwarzmetallische Klangcollagen im Grenzbereich zwischen »irre« und »verstörend«. Partiell sind Parallelen zu Lifelover nicht von der Hand zu weisen, was daran liegen mag, dass sich nicht nur der Fronter, sondern auch der Basser/Gitarrist J. Ottosson, alias 145188, bei dieser Kapelle als Live-Sessionmusiker tummelte. Wer dem Fünfer (und dem Sound) eine Chance gibt, den erwartet ein verstörendes, intensives, nihilistisches Klangerlebnis. Wer dafür nicht die Geduld aufbringt, der sollte dieses Album auf keinen Fall hören, geschweige denn kaufen. (nat)



Siehe auch:
Lifelover
Eskapi



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