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Alle Rezensionen zu Grísalappalísa
(Genre »Rock«, Land »Island«)

 

Ali
(2013, 12 Tonar 12T060)

Menschen mit sensiblen Ohren werden die Töne, die Grísalappalísa von sich geben, als wüstes Geschrei bezeichnen. An Schöngesang sind die sieben Nachwuchskräfte um den ehemaligen Jakobínarína-Frontmann Gunnar Ragnarsson und den dichtenden Pizzabäcker Baldur Baldursson in der Tat nicht interessiert. Auf ihrem selbstbewusst dahingerotzten Debütalbum »ALI« setzen die anarchischen Sieben auf eine wüste Mischung aus isländischem Sprechgesang, wüstem Punk und krautrockigen Elementen und setzen als giftgrüne Cocktailkirsche verzerrte Saxofon-Sounds obendrauf. Unter einem Mangel an postpubertärer Rotzbengel-Energie leiden diese Mitzwanziger ohnehin nicht.

Die fast schon gewalttätigen Live-Auftritte des Sextetts sind in der isländischen Hauptstadt legendär: Vor dem Sprung in die Menge ist den Grísalapplísas sowieso nicht bange. Nur: In Albumform kommt diese fiebrige Fickerigkeit nicht so unmittelbar herüber wie auf der Bühne. Tauchen nach dem vierten Track, der nach dem gleichen Grundmuster aufgebaut ist, leise Ermüdungserscheinungen auf. »ALI« ist ein Jungs-Album. Dem irgendwann die kreative Puste ausgeht, wenn sich die Aggression irgendwann einmal erschöpft hat. (emv)



Siehe auch:
Jakobínarína

 Grísalappalísa: Ali

Offizielle Website

Offizielle Website      http://grisalappalisa.com



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