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Alle Rezensionen zu Yona
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Naivi
(2015, Kaiho Republic KR 15001)

Ein unwiderstehlicher, leicht Latin-angehauchter Drum-Groove mit Kantenschlägen beginnt den ersten Song, Piano und Harfe (!) schleichen sich ein, erst nach eineinhalb Minuten kommt Yona aus der Deckung: So beginnt »Matka« (dt.: Reise) und somit die CD. Ein grandioser Song, über sechs Minuten lang, mit Streichquartett und ganz feinen Melodien. Es geht tatsächlich in dieser Qualität weiter, auch »Niitty Ja Taivas« hat diesen streichergeschwängerten Sound und gleichzeitig wunderbaren Flow – und diese Refrain-Melodie!

Es ist schon bemerkenswert, was Yona hier mit Hilfe aller Beteiligten (so steht das auch im Cover), insbesondere Tonmeister Didier Selin, zustande bringt: Großes Kino mit opulenten Arrangements, die trotzdem luftig klingen. Gleichermaßen retro dank Harfe und Piano und trotzdem mit frischen Sounds und Grooves. Da darf auch manche Komposition nahe am Kitsch gebaut sein (»Uusi Taivas«), wenn sie im Gegensatz dazu in »Indigoi« über einen unverschämt verschleppten Groove fast rappt.

Yona erfindet sich mit jeder CD ein Stück weit neu, schon jetzt freuen wir uns auf die nächste. Darum gilt hier: Yona hat tatsächlich alles – gute Stimme, viele Ideen, tolle Songs und Arrangements. (tjk)

 Yona: Naivi

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.yona.fi

   

Jano
(2016, Monsp Records MONSP 380)

»Yona macht grad was sie will: Nach Tango ist nun Rap an der Reihe« wunderte sich auch »Helsingin Sanomat« über das neue Projekt von Yona. Wie vielseitig und wandelbar die 1984 in Österreich geborene Johanna Pitkänen ist, zeigt sie hier auf dieser zwischendurch eingeschobenen EP: »JANO« (dt. Durst) ist eine Rap-Scheibe, die sie mit dem HipHop-Produzentenduo K.V.N & Lobo (Mio Mäkinen und Visa Mäkinen) produzierte.

Knapp 30 Minuten dauern die zehn Songs. Die Grooves sind knackig, hier und da finden sich auch chillige Passagen, sogar ein paar feine Melodien schleichen sich ein. »Romanssi« (mit dem Helsinkier Rapper Jodarok), »Aurinkojumala« und »Ei Oo Haluu« sind die besten Tracks. Mutig ist ihr Ausflug allemal, und man kann das natürlich nur gänzlich genießen, wenn man der finnischen Sprache mächtig ist. Doch auch ohne wird klar: Yona ist eher Melodikerin, und das ist gut so. (tjk)

   

Tango A La Yona
(2014, Kaiho Republic KR 14002)

Völlig überraschend nahm Yona 2013 am Wettbewerb des Tangofestivals in Seinäjoki teil und wurde Zweite. Frucht dieses Erfolgs ist diese CD, auf der sie einige immergrüne Tangos neu interpretiert.

Yona hat alles: Stimme, Konzept und das Gespür, beides umzusetzen. In unterschiedlichen Besetzungen, u.a. mit Streichquartett, Bläsern, Bandoneon und Piano entstehen die Tangos teilweise völlig anders als bislang bekannt. »Soi Maininki Hiljainen« kommt als Duo mit Kyösti Mäkimattila sehr gut, »Vain Lunta Kaikkialla« von Salvatore Adamo ist bei ihr wunderbar elegant, »Sulle Silmäni Annan« von Vittorio Ferri wird richtig aufgefrischt. »Sen Teen« wird zum stillen Drama. Ein paar eigene Kompositionen hat sie auch beigesteuert, auch Kerkko Koskinen half mit Arrangements. Schade nur, dass diese grandiose CD nach knapp 32 Minuten schon vorbei ist. (tjk)



Siehe auch:
Samae Koskinen

   

Vaikka Tekee Kipeää, Ei Haittaa
(2012, Timmion Records SFCD-005)

Es beginnt als Klein-Mädchen-Pop, dieses herzergreifende »Shh«, mit süßer Melodie, mit Harfe und Chor gegen Ende. Schon bald wird aber deutlich, dass Johanna Pitkänen, wie sie eigentlich heißt, erheblich mehr drauf hat. Mit »Seinäruusu« beginnt eine Reihe ganz feiner Tangos, gerade in »Vaadin Kyyneleeni Takaisin« verzaubert auch das Arrangement mit Streichern und Harfe. Generell ist ihr Orkesteri »Liikkuvat Pilvet« (dt. Bewegte Wolken) gut drauf und trägt sie durch diverse Stile und Stimmungswechsel.

»Panssarivaunu« (dt. Panzerwagen) kommt eher als Kirmesschunkler mit einem Sammelsurium an Kuriositäten: auf ein Harfensolo folgt ein Chor, den man gerne in Ina Müllers Schellfischposten sehen würde. Mit leichten Rap-Anleihen groovt »Kaleidoskooppi« - freilich auch mit Harfe! Als Rausschmeißer fungiert der Titelsong (dt. etwa: Auch wenn’s weh tut, macht nichts!), der als Chor mit Klavier beginnt, um dann mit Streichern so richtig schön sentimental zu werden – Sekunden später ironisch konterkariert durch leicht schrägen Koloratur-Gesang. Yona hat eigentlich alles – gute Stimme, viele Ideen, tolle Songs und Arrangements, nicht zu vergessen eine schöne Portion Humor. (tjk)



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