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Alle Rezensionen zu Trio ZilliacusPerssonRaitinen
(Genre »Klassik«, Land »Schweden«)

 

Dedicated to Trio ZilliacusPerssonRaitinen
(2011, Phono Suecia PSCD189 739197100189)

Das Streichtrio ZilliacusPerssonRaitinen, 1999 gegründet, hat sich den Ruf als eines der interessantesten in Schweden ansässigen Kammermusikensembles erspielt, schwedische »Grammis Awards« inklusive. Cecilia Zilliacus, Violine, Johanna Persson, Viola, und Kati Raitinen, Cello, arbeiten ständig daran, das Repertoire für Streichtrio auszuloten, auszuweiten und in Form von Arrangements (Goldberg-Variationen) und Auftragsarbeiten zu bereichern, da es schlicht viel zu wenige Werke für diese Besetzung gibt, gerade wenn man das Repertoire für Streichquartett als Vergleich nimmt. Interessant - und nicht einfach zu erklären, dass sich das Quartett sowohl bei Komponisten als auch beim Publikum als so viel beliebter entwickelt hat.

Das Programm mit fünf jeweils grob 15-minütigen Auftragswerken beginnt mit Sven-David Sandströms latent neoklassizistischen »5 Stücke[n] für Streichtrio«, das, wie der Titel bereits ankündigt, kein rundes Werk ergibt, sondern als sprung-, ja fragmenthafte Reihe einzelner, im Grunde nicht zusammenkommender Einfälle stehen bleibt. Spielerisch zauberhaft, tänzelnd gar, ebenso abrupt kontrastreich wechselt Sandström mit jedem »Satz« die Erscheinung. Frisch, doch auch ein wenig zu unprägnant.

Während Frederik Österlings Dreisätzer »Montag« das Trio um einen Rekorder erweitert und die eine oder humorvolle zeitgenössische Überraschung bietet, entwickeln sich die »Fünf Stücke« von Tebogo Monnakgotla in eigenartig romantischer Weise zu einer Art von hypnotischem »Update« jugendlich Schönbergscher Ansätze. Beide Werke beeindrucken durch postmoderne Stilistik, eine Vielzahl von Assoziationen weckend.

Herausragend allerdings ist Frederik Hedelins »Akt«. Der Komponist manipuliert die Streicher mit beunruhigend irritierenden, irisierenden Methoden. Die Musiker nennen »Akt« ein sehr atmosphärisches Stück, doch fasziniert vielmehr die Feingliedrigkeit und klanggestalterische Fantasie Hedelins, die aus gänzlich anderen Musikgenres (elektronische Avantgarde etc.) herüber geweht zu sein scheint. Und auch Mirjam Tallys »Winter Island« erweitert das Klangbild in unerwarteter Weise: die Instrumentalisten kommentieren das Spiel durch abstrakte Vokalisierungen. Experimentell, ja, doch zwar nichts »Neues« - was den Wert der Ideen nicht kleinreden soll. Jedes dieser fünf Werke ist zweifelsfrei die Entdeckung wert. (ijb)



Siehe auch:
Sven-David Sandström
Verschiedene schwedische Komponisten
Kati Raitinen

Trio ZilliacusPerssonRaitinen: Dedicated to Trio ZilliacusPerssonRaitinen

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.zpr.se



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