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Alle Rezensionen zu Pétur Ben
(Genre »Rock«, Land »Island«)

 

God´s Lonely Man
(2012, Eigenverlag)

Braucht Island einen Mann in Schwarz? Unbedingt! Denn Pétur Ben kämpft auf seinem zweiten Solo-Album »GOD´S LONELY MAN« mit einer Intensität gegen Gott, Dämonen, Tod und Teufel, bis einem Hören und Sehen vergeht. Der spindeldürre Musiker mit dem Rumpelstilzchen-Charme bewegt sich hier in der Tradition großer Schmerzensmänner von Johnny Cash bis Nick Cave. Die düstere Seite des Daseins erkunden und dabei nicht emotional verbrennen: Das ist eine Gratwanderung, die nur souveränen Künstlern gelingt. Und oh Universum, wenn es mit rechten Dingen zuginge, dann wäre Pétur Ben berühmt und wüde große Hallen füllen. Denn das Wüten und das Aufbegehren sind keinesfalls eine Sache für Dumpfbacken: Wenn man sich diesen Gefühlen ernsthaft hingibt, dann wird man nur mit sehr viel Disziplin und ungeheuerer Leidenschaft zum Ziel gelangen. Daran scheitern die meisten. Pétur Ben ist die große Ausnahme.

Wenn er im Titelstück zu großer Geste ausholt und der Indierock nur den passenden Hintergrund für einen inneren Titanenkampf liefert, dann seufzt man tief: Genau so fühlt es sich an, wenn nichts mehr hilft und man auf sein rohes Selbst zurückgeworfen wird. Aber aufgeben? Niemals! Wer nun Angst vor zu viel Gefühl bekommen hat, dem sei gesagt: Bange machen gilt nicht! Denn das Schönste, was es auf diesem Album zu entdecken gilt, ist eine unbequeme Art von Zärtlichkeit. Und wie hingebungsvoll Pétur Ben das zelebriert! (emv)



Siehe auch:
Kippi Kaninus

Pétur Ben: God´s Lonely Man

Offizielle Website

Offizielle Website      https://www.facebook.com/peturbenmusic



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