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Alle Rezensionen zu Blues Pills
(Genre »Rock«, Land »Grenzgänger«)

 

Blues Pills
(2014, Nuclear Blast -)

History repeating. Nehmen wir die Mode: Die 90er haben die 70er wiederbelebt, die 00er die 80er, und die 2010er wiederum die 90er, die die 70er … Nichts anderes passiert in der Musik: Sei es das derzeitige Thrash-Revival, das den End-80ern huldigt – oder die Bluesrocker, die sich an weißen Kapellen der 60er und 7-er orientieren, die sich wiederum von den schwarzen Bands der Jahrzehnte davor inspirieren ließen. Mit den Blues Pills liegt nun der dritte oder vierte Genre-Aufguss vor, dieses Mal als länderübergreifende Kooperation mit Hauptwohnsitz im schwedischen Örebro.

Im Jahre 2011 stolperte die schwedische Sängerin Elin Larsson in Kalifornien über zwei Halbbrüder Iowa, aus Zack Anderson (Bass) und Cory Berry (Schlagzeug). Auf Garagen-Jam-Sessions folgte kurz drauf die erste EP, doch der Stein kam erst richtig ins Rollen, als Zack und Cory auf einer Tour mit ihrer Band Radio Moscow den 16-jährigen französischen Gitarristen Dorian Sorriaux kennen lernten. Komplettiert durch das Bandküken und zwei EPs später ergatterte die Multikultitruppe einen Vertrag mit Nuclear Blast und debütiert im Sommer 2014 mit »BLUES PILLS«. Außer neu den arrangierten Stücken der EPS (wie »Devil Man«) finden sich auf dem 43-Minüter diverse Neukompositionen. Um das retro-Feeling auch produktionstechnisch auszuleben, hat das Quartett die Scheibe komplett analog aufgenommen und sogar Gitarre, Bass plus Schlagzeug live eingespielt, später ergänzte es weitere Gitarrenspuren und den Gesang. Auch die Illustration des Covers atmet den Geist der späten 60er und stammt aus der Feder der Künstlerin Marijke Koger-Dunham (The Beatles, Cream). Ein paar psychedelische Promobilder dazu, schon ist das Vintage-Paket geschnürt.

Und die Musik? Nun … Sängerin, Bluesrock, 60er, 70er – wie wäre also ein Vergleich mit Janis Joplin? Schlecht. Elin Larsson ist von Janis Joplin so weit entfernt wie Saturn von Uranus. Sagen wir, Blues Pills liegt in der Schnittmenge aus Jefferson Airplane, Free und diversen Combos, die – mehr oder minder berauscht – auf der Bühne des Woodstock Festivals standen. Und genau das ist das Problem: Alles schon mal dagewesen. Hier fehlt die deutliche Duftmarke, wie sie beispielsweise die Black Crowes (zumindest mit ihren ersten beiden Alben) im Retro-Bluesrock-Genre setzen konnten. Pluspunkte gibt es für die sehr gute Stimme Larssons, den unglaublich fingerfertigen Sorriaux an der Gitarre, die technisch makellose Rhythmustruppe sowie die erdige Produktion. (nat)

 Blues Pills: Blues Pills

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.bluespills.eu/



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