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Alle Rezensionen zu Klara Lewis
(Genre »Avantgarde«, Land »Schweden«)

 

Msuic EP
(EP, 2014, Peder Mannerfelt Production/Ready Made Distribution PMPKL001)

Jawohl, das ist kein Schreibfehler, Klara Lewis' exzellente EP heißt wirklich »MSUIC«, und wer ihr eher ruhiges, im April erschienenes Album »ETT« mochte, wird beim ersten Track dieser Scheibe erstmal einen kleinen Schreck bekommen, so harsch und industriell brettert die Nummer los. Sofort ist klar, warum Peder Mannerfelt die Scheibe auf seinem Label veröffentlicht; die musikalische Verwandtschaft zu seinem Album »LINES DESCRIBING CIRCLES« ist eklatant. Aber wie schade, dass der starke Track nur zweieinhalb Minuten kurz ist. Da würde man gerne länger dranbleiben.

Das reichlich düstere Ambient-Stück »Msuic 2« dagegen nimmt sich sieben Minuten lang Zeit. Ein fein verhalltes, geisterhaftes Gegenstück zum schroffen Opener, immer wieder geschickt neue Facetten offenbarend und nur punktuell auf Rhythmus setzend. »Msuic 3« führt den Dub-Techno-Aspekt souverän weiter, bevor das längste Stück der EP einen teils an Musique Concrète, teils an Jóhann Jóhannsson erinnernden atmosphärischen Film ohne Bilder ausformuliert; nicht der Höhepunkt der Platte, aber noch immer große Klasse. Bleibt nur: Gleich wieder von vorne hören. Die 21 Jahre junge Schwedin beeindruckt durch einen erfrischend eigenen Blick auf scheinbar Bekanntes. Zeigt ja schon der Titel. (ijb)



Siehe auch:
Peder Mannerfelt
Jóhann Jóhannsson
Graham Lewis

Klara Lewis: Msuic EP

Audio-Link Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://klaralewis.com

   

Too
(2016, Editions Mego EMEGO210 CD/LP/DL)

In der von Editions Mego mitgelieferten Bio wird Klara Lewis recht treffend als »Sound Sculptress« bezeichnet. Damit kommt man ihrem schwer zu fassenden, schwebenden Ambient-Techno schon gut auf die Spur: Viel Atmosphäre, wenig Song. Schon das von Mego veröffentlichte Debüt »ETT« (2014) faszinierte nachdrücklich mit ganz eigenem, unnahbaren Klangkosmos, in dem man immer wieder auf falsche Fährten gelockt wurde: Was als vermeintliche »Beats«-Platte beginnt, entführt zunehmend in abstraktere, verschachtelte Tracks, die mit Techno weitaus weniger gemein haben als mit zeitgenössischer experimenteller Komposition und derzeitigem Dark Ambient.

Die 1993 geborene Schwedin, Tochter von Wire-Bassist E.G. Lewis (siehe auch die HOX-CD bei Mego) bleibt auch mit »TOO« mittendrin, eine eigene Klangwelt auszugestalten und zu etablieren. Hier genügt sie sich vielleicht doch ein wenig zu sehr zwischen Field Recordings und industrieller Tonkunst, man vermisst auf ihrem zweiten Album ein wenig die Power, die »Ett« und »Msuic« so eindringlich machten. Vielleicht nicht gar so flüchtig, ein wenig mehr Struktur? (ijb)



Siehe auch:
Arne Deforce & Mika Vainio
SHXCXCHCXSH
Jasper TX
Thibault Jehanne

Audio-Link



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