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Alle Rezensionen zu The Bear Quartet
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

89
(2009, Adrian Recordings/Alive arcd089)

Und wieder einmal kann man darüber nachdenken, wie die schwedische Pop-Szene ohne das betagte Bear Quartet aussähe. Denn fast alle, die heute Rang und Namen haben, berufen sich auf die 1989 im nordschwedischen Luleå gegründete Truppe, die allerdings nur wenig kommerziellen Erfolg hatte und sich gern verweigert, indem sie z.B. im schwedischen Staats-Fernsehen eine Stunde lang unhörbaren Noise zum Besten gibt.

Nachdem das Bear Quartet zuletzt »vom Pop gelangweilt« war, bricht es nach fünfjähriger Pause wieder aus ihnen heraus: Rock! Trommelwirbel, The Who, die Lust am Stadionrock. Und man versteht plötzlich wieder, wieso Gitarrist Jari Haapalainen ein noch immer willkommener Produzent bei Nicolai Dunger, The (International) Noise Cospiracy oder Kristofer Åström ist. Mit »89« haben sich die vier Veteranen eine regelrechte Frischzellenkur verpasst, die sie wieder zurück auf Augenhöhe mit ihren Nachfolgern bringt. (peb)



Siehe auch:
Moneybrother
Heikki

The Bear Quartet: 89

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.bearquartet.com

   

Angry Brigade
(2005, Westside WECD209)

Der Pelz ist inzwischen schon an einigen Stellen abgewetzt und die Zotteln verklebt. Kein Wunder, nach anstrengenden 11 Alben und 13 EPs – ein halbes Bärenleben lang. Aber von Altersschwäche wollen die vier Gemütlichen nichts hören und schubbern sich lieber energisch an der nächsten Kiefer, um diese lästigen Viecher aus dem Pelz zu vertreiben.

Klar, dass man dann manchmal mit der Pranke die Gitarrensaiten verfehlt, die unbequeme Stimme nur annähernd die Töne trifft. Aber das macht diesen rustikalen, leicht verkanteten Indierock umso charmanter. Dennoch scheint die neue Generation von Musiker, die durch die Bären beeinflusst wurden – Laakso, The Concretes oder die Local Boys – inzwischen eine ganze Tatze voraus. (maw)



Siehe auch:
Laakso
The Concretes
Local Boys
Paddington DC

   

My War
(2000, A Westside Fabrication WeCD 168)

Sie gelten als Schwedens meist verkannte Band. Hoch geschätzt in Kritikerkreisen, aber ohne bemerkenswerte Plattenverkäufe spielt das Viergespann aus Luleå nun schon ein gutes Jahrzehnt selbstzermürbende, bemerkenswert melancholische Popsongs. Ihr Zenitwerk »MY WAR« zeigt das in aller Deutlichkeit.

Nicht nur, dass sich Kristofer Åström, Nicolai Dunger und Überall-Produzent Per Gunnerfeldt dazu ins Studio locken ließen. Nein – The Bear Quartets Tribut an die Tristesse der Einsamkeit war nie so spröde und splittrig wie auf diesem Album. Einfach arrangierte Stücke sehen ab von großen Produktionen und nehmen mit in den Proberaum der Band, ohne ihnen den Low-Fi-Stempel aufzudrücken. Gewöhnungsbedürftig ist dabei wie immer Matthias Alkbergs Gesang, herb die Hintergrundsynthies und auszehrend die Gitarren. Und nichts wird dadurch noch realer wie das fantastische Gefühl eines bitteren Albums. (lic)



Siehe auch:
Kristofer Åström
Nicolai Dunger



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