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Alle Rezensionen zu Cub & Wolf
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Cub & Wolf
(2015, Stargazer Records)

Manchmal könnte man fast auf die Idee kommen, dass die Hafenstadt Malmö ein entfernter Außenposten melancholischer amerikanischer Prärielandschaften ist. Denn auffällig viele Bands, die einen verlangsamten, countryesken Indierock pflegen, stammen aus der südschwedischen Metropole. Für das neue Projekt Cub & Wolf haben sich die beiden traurigen Cowboys Mattias Larsson und Linus Lindvall zusammengetan, die bereits mit ihren Bands Grant Creon und Golden Kanine einschlägige Erfahrungen mit emotionalen Nackenschlägen verarbeiten konnten. Versteht sich also von selbst, dass es in diesen sehr handgemachten, angenehm hemdsärmeligen Tracks des Debütalbums um Sehnsucht, Enttäuschung und gleichwohl: geduldige Hoffnung! geht. Erwachsensein ist eben nichts für Feiglinge! Puckerndes Banjo und seelenvoller Bass verbünden sich mit heimeliger Gitarre und angenehm uneitlem Endzwanziger-Männergesang. Perfekt muss hier gar nichts sein, Hauptsache, das ehrliche Gefühl stimmt!

Ein Hauch poppiger Empfindsamkeit weht durch rauhkehlige Tracks wie »Time To Mourn At Last«, wozu selbst Szene-Haudegen wie Bonnie Prince Billy zustimmend nickend würden. Am innigsten wird es aber hier in der reduzierten Ballade »River Of Blood«, die in stiller Traurigkeit zu großer Schönheit erblüht. Und mit feiner Instrumentierung überrascht! Das sind wundervoll tröstliche Töne für alle taubengrauen Stunden dieser Welt. (emv)



Siehe auch:
Golden Kanine
Grant Creon

 Cub & Wolf: Cub & Wolf

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.cubandwolf.com

   

How To Keep Caring
(2018, Backseat/Soulfood)

Zärtliche Rabauken: So präsentieren sich Mattias Larsson und Linus Lindvall alias Cub & Wolf auf ihrem zweiten Album »HOW TO KEEP CARING«. Die beiden sind seit langen Jahren führende Akteure der quicklebendigen Americana-Szene der südschwedischen Metropole Malmö. Gaben sie auf ihrem Debütalbum noch die sanftpfötigen Träumer, so zeigen sich Cub & Wolf, mittlerweile zum Quintett gewachsen, als rustikale Flannelhemd-Haudegen mit scheppernden Gitarren. Das klingt so, als seien sie aus dem kleinen Haus in der Prärie direkt in die Krachmacher-Straße umgezogen. Von Schönspiel halten sie erkennbar wenig, von ehrlichen Gefühlen umso mehr! Als Enkel von Crosby, Stills, Nash & Young gehen sie gut und gerne durch!

Hemdsärmelig und authentisch geht es zu, mit viel Herzblut! Und wenn man genau hinhört, sind die Schweden dem Americana-Universum durchaus treu geblieben. Gott, Jesus und der Teufel tauchen hier wie dort auf. Das schlunzige »Jesus Was An Only Son« kommt zwar im gemäßigten Neo-Grunge-Sound daher, ist aber hörbar tief empfunden. Und das seelenvolle Cin Cin muss man unbedingt am flackernden Lagerfeuer hören. Hier ist der Bezug zum Vorgängerprojekt Golden Kanine besonders offenkundig. (emv)



Siehe auch:
Golden Kanine

Video-Link



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