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Alle Rezensionen zu Cats Of Transnistria
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Divine
(2016, Soliti Soliti048)

Eine sanfte Nachtmahr-Musik mit Cats Of Transnistria: Auf ihrem Debütalbum »DIVINE« taumeln Cats Of Transnistria schwerelos in Richtung neogotischer Gegenwelten. In Finnland soll es keine Schauermärchen geben? Was für ein Irrtum! Tuomas Alatalo und Henna Emilia Hietamäki benötigen nicht viel, um in den Sog der Dunkelheit zu geraten: Scheppernde psychedelische Gitarre und verdüsterter Sirenengesang. Plus sparsam eingesetzte elektronische Soundeffekte. So schwebt man in postrockig ausufernden Tracks wie »Let It Happen This Way« kitschfrei gen nebelige Soundlandschaften, wo sich die Gewissheiten langsam in Luft auflösen.

Den handgemachten Ansatz der Produktion in den eigenen vier Wänden haben Cats Of Transnistria erfreulicherweise beibehalten: So mischen sich Raues und Bittersüßes in diesen leise verstörenden Dämmerungs-Hymnen. Tracks wie das kleine Juwel »Thunder Comes« sind seltsam tröstlich! Man möchte diese angenehm unperfekten Songs um den Hals schlingen wie einen geliebten alten Kinderschal. (emv)

 Cats Of Transnistria: Divine

Offizielle Website

Offizielle Website      catsoftransnistria.tumblr.com/

   

Opium
(2018, Soliti soliti065)

Cats Of Transnistria lieben klassische Horror-Movies in Schwarz-Weiß lassen das düstere Melodrama hochleben: Für »Candy Man«, die erste Single ihres zweiten Albums »OPIUM«, haben sie sich von den magischen Bildern des nervenzerreißenden Filmepos »SVENGALI« aus dem Jahr 1931 inspieren lassen. Auf geht es in düstere Dachstuben, der Blick schweift über scheinbar ruhige Kleinstadtdächer, aber der unheimliche Hypnotiseur mit dem starren Blick wird die unschuldige Maid in Weiß unterwerfen, ganz gewiss! Über scheppernd verschleppten Gitarren liegt die sirenenhafte Stimme von Sängerin Henna Hietamäki. Oh sanfter Grusel, der uns in seinen Bann zieht! Und die Streicher-Arragements von Neumitglied und Violinistin Sanna Komi passen bestens in diese gotischen Gegenwelten!

Die Finnen bleiben ihrem Markenzeichen, der entschleunigten Nachtmahr-Musik treu. Lassen sich mit Songs wie dem streicherumflorten »Tunnel« in klassische Shoegaze-Soundlandschaften davontreiben. Klingen unbestreitbar intensiv. Ziehen uns sanft in einen Mahlstrom, hinunter in samtige Tiefen. Kann schon sein, dass Edgar Allen Poe heute mit Vorliebe Cats Of Transnistria hören würde! (emv)

Audio-Link Video-Link

   

Away
(2015, Soliti SOL033)

Cats of Transnistria nehmen sich alle Zeit der Welt, um ihren verlangsamten Düsterpop zu entwickeln. Verhuschter Gesang trifft scheppernd-übersteuerte Gitarre, und gemeinsam geht man auf Abenteuerfahrt: »AWAY«, die Debüt-EP des Duos Tuomas Alatalo und Henna Emilia Hietamäki aus Helsinki, bewegt sich in dem kleinen Zeitfenster, in dem die Dämmerung in Dunkelheit umschlägt. Und macht unmissverständlich klar, dass dieser kurze Augenblick zwischen Tag und Traum von poetischer, latent gewalttätiger Schönheit ist.

Postpoppig könnte man diese ausufernden Tracks fast nennen, die wie der hypnotisch in Bann ziehende Opener »Violet« locker die Acht-Minuten-Grenze überschreiten. Die Stimme von Henna Emilia Hietamäki klingt, als käme sie aus dem fernen Land hinter den Spiegeln. Nur in Momenten lässt man sich hier auf noisige Experimente ein, wie um sich selbst daran zu erinnern, dass die Welt ein meist grausamer Ort ist. »Our songs tend to be quite dark, but they really make us smile«, sagen die beiden. Genau! (emv)



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