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Alle Rezensionen zu Rydvall / Mjelva
(Genre »Folk«, Land »Grenzgänger«)

 

Isbrytaren
(2013, Heilo/Grappa / Galileo HCD 7279)

Selten hört man Hardanger Fiedel und Nyckelharpa im Duo, und selten besteht ein Folk-Duo aus einem Norweger und einem Schweden. Beide Instrumente genießen den Status des Nationalinstruments, beiden sind mitschwingende Resonanzsaiten gemein, die schwedische Nyckelharpa deckt eher tiefere Frequenzen ab, während die Harding Fele obere Register bezirzt. Unterschiedlich ist bzw. war auch bislang das jeweils typische Repertoire. Zusammen haben sie 25 Saiten.

Erik Rydvall, der Schwede mit der Nyckelharpa, und Olav Luksengård Mjelva sind in Skandinavien wahrlich keine Unbekannten und gehören zu den kreativsten Folkmusikern ihrer Generation. Die Aufnahmen entstanden in einer Kirche in Hallingdal, das Repertoire für diese CD haben sie aus den jeweiligen Klassikern und unbekannteren Kompositionen zusammengestellt, es finden sich Polska und Walzer, Marsch und der norwegische Laus. Prominente Volksmusik-komponisten sind darunter, Eric Sahlström oder Aslak Sandestølen. Dazu haben Rydvall und Mjelva noch ein paar eigene Stücke beigetragen – so stimmig ist das Ergebnis, dass Nyckelharpa und Harding Fele, die allein schon mal an den Nerven zerren können, hier die ganze CD über ganz toll zusammen klingen. Sehr lebendig und sogar teilweise tanzbar ist »ISBRYTAREN« obendrein. (tjk)



Siehe auch:
Mjelva
Kari Malmanger

 Rydvall / Mjelva: Isbrytaren

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.rydvallmjelva.com

   

Vårdroppar
(2016, Heilo/Grappa HCD 7298)

Der geschätzte Kollege schrieb zum Debütalbum des Duos eigentlich bereits alles Wesentliche, was ebenso, vielleicht noch ein wenig mehr, auf den Nachfolger »VÅRDROPPAR« zutrifft: Hardangergeiger Olav L. Mjelva und Schlüsselfiedler Erik Rydvall zählen trotz ihres jungen Alters zu den herausragenden Musikern ihrer Instrumente. Und wie gute Geschichtenerzähler verbinden sie geistvoll, kenntnisreich und intuitiv souverän volksmusikalische Traditionen aus dem direkt östlich der Hardangervidda gelegenen Hallingdal in Norwegen mit verschiedenen regionalen schwedischen Melodien.

Durch ungewohnte Instrumentierung, geschickte Stückwahl (inklusive einiger eigener Lieder), überaus lesenswerte Hintergrundinformationen zu jedem Stück und emotional einnehmendes Spiel gelang Rydvall und Mjelva ein weiteres tolles Album. Die beiden verleihen jedem Stück eine eigene Identität, und auch wenn man sich manchmal wie in eine andere Zeit versetzt fühlt, ist das alles andere als historisch verstaubt, sondern durch eine exquisite Aufnahme, wieder vor Ort in der Kirche in Ål, wundervoll gegenwärtig. Der Raum wird spürbar und die Instrumente sehr präsent. Das klingt sogar auf der Autobahn durch Schweden gut – dicht und wie in einem kleinen Raum. Allein: Nicht immer ist klar, welches Instrument welchen Stellenwert bekommt. (ijb)



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