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Alle Rezensionen zu Boomhauer
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Me Think Ok!
(2005, Tug Rec/Swamp Room TUG 111)

Dass sich Anarchie, Präzision, Verspieltheit und Rocklust keineswegs ausschließen, sondern sich gegenseitig Zunder geben, zeigen Boomhauer auf ihrem zweiten Album »ME THINK OK!«. Puuuh. Das Trio aus Turku hat ein Werk wie eine Tüte Brausepulver geschaffen, das die verschiedensten Geschmacksnerven herausfordernd kitzelt. Die brachiale Energie der White Stripes trifft die punkige Lust an kurzen, atemlosen Songs, streift einen Cowboy, der zu Banjoklängen in den Sonnenuntergang reitet und kommt mit Walzerrhythmen erst recht auf interessante Abwege. Zwischendurch zirpen Grillen.

Und hurra! Boomhauer schaffen es tatsächlich, mit »Come Closer« einen Song beizusteuern, der länger als drei Minuten dauert. Sensation, sogar 4:07! Der gleichzeitig mit dem schönen altmodischen Wort »innig« am besten beschrieben ist und zeigt, dass hinter dem rauen Äußeren der Jungs empfindsame Herzen schlagen. Auch die übrigen sanfteren Songs gehen direkt ins Herz, aber die Mischung macht's. Denn danach wird wieder losgerockt. (emv)



Siehe auch:
Verschiedene: Tervetuloa Kioskin Vol. 2


Zum Artikel über Boomhauer

 Boomhauer: Me Think Ok!

   

River Run Deep
(2008, Tug Rec TUG 122)

Mit zunehmendem Alter vernünftig werden ist nicht die Sache von Boomhauer. Auf ihrem dritten Album »RIVER RUN DEEP« zelebriert das Trio Infernale aus Turku leidenschaftlich seine Kunst: den präzis dahingerotzten Garagenrock mit bluesiger Seele. Mit beiden Beinen fest in der grundmelancholischen Countrytradition stehend. Sänger, Komponist und Wortschmied Saku Krappala ist eine Urgewalt, der man sich besser nicht in den Weg stellt. Und der trotz aller berserkerhaften Heftigkeit eigentlich ein ganz Empfindsamer ist, wie seine sanften Songs verraten.

Boomhauer sind künstlerisch gewachsen, zeigen souverän, dass dieser Fluss nicht nur alles mitreißen, sondern auch gemächlich-balladesk plätschern oder verträumt gluckern kann. Trotzdem bleiben Fragen offen. Wohin soll die Reise gehen? Können diese Drei denn nicht noch mehr: Den ganz großen Wurf vorlegen? »RIVER RUN DEEP« ist ein schönes, ein befriedigendes Album. Aber es löst das eigentliche Versprechen noch nicht ein. Jungs, ihr könnt es doch! (emv)

   

Wild Human Condition
(2004, Tug Rec/Indigo TUG107)

Wenn es nach der Songlänge ginge, wären Boomhauer eine Punkband: Zwischen einer und (ausnahmsweise) knappen drei Minuten dauern ihre Stücke – aber die haben es in sich. »I Might Not Be Elvis, But I'm Working On It« stampft und pulsiert ebenso wie »Ball Union«, eines der besten Stücke auf »WILD HUMAN CONDITION«.

Die jungen Finnen schicken mit Krachern wie »Gotta Hear The Music« und »Fix My Gear« eine steife Brise über die ansonsten eher monochrome Rocklandschaft. In einem Hauch von Jon Spencer bewegt sich der Power-Dreier irgendwo zwischen Blues und Garagen-Rock'n'Roll – und das ohne Ausrutscher. Freilich wären Gitarrist/Sänger Krappala, Bassist Hongisto sowie Schlagzeuger Lappalainen ohne eine Spur Nonsens keine echten Finnen – wie »Sal Caught A Fish« augenzwinkernd beweist. (nat)



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