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Alle Rezensionen zu The Nightingales
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Sentimental Hospital
(2007, Tug Rec/Indigo TUG121)

Wennn Arto Paasilinna, Meister der haarsträubend-herzerweichenden finnischen Variante des magisch-realistischen Romans, sich für eine Karriere als Musiker entscheiden würde, klänge er wahrscheinlich so wie die Nightingales. Böse, böse, aber sehr hintergründig-witzig, was diese gestandenen Männer aus der Heimatstadt des Weihnachtsmanns, nämlich Rovaniemi, nach einer langen kreativen Pause mit »SENTIMENTAL HOSPITAL« präsentieren. Eine wilde Mischung aus den frühen Kinks, den mittleren Dr. Feelgood und den Bay City Rollers nach der Menopause. Harmlos sollen andere sein.

Allein das wunderbar ungelenke finnische Englisch von Sänger Marko Kantola ist hier schon der halbe Spass. Oder das angetrunkenene Klavier, das durch die Songs schliddert und dessen wahre Heimat alle halbseidenen Hängerkneipen dieser Welt sind. Songs wie »Happy Alcoholics« dürfte die deutsche Hauptstelle gegen Suchtgefahren nicht glücklich machen, die Hörer aber schon. Und die süffisante Breitseite gegen die schwedische Polizei in »Geek Boogie« ist von wüster Schönheit. Welche Band sonst würde dem lieben Gott für die Erfindung des Werkstoffs Plastik danken? (emv)

The Nightingales: Sentimental Hospital

   

Cartoon Of A Band
(2004, Tug Rec/Indigo TUG 107)

Genauso schräg wie das Cover erscheinen Sound und Texte der aus Finnland (woher auch sonst?) stammenden Combo. Zuweilen klingt »CARTOON OF A BAND« wie eine Kreuzung aus Muppet-Show und denkbaren Soundtracks zu Monthy Pyton-Filmen: »Boozing At The Space Saloon«. Die Inspirationsquellen der Nachtigallen wurzeln im 77er Punkrock, bei den Kinks – sie covern »Mr. Pleasant« – und Jonathan Richman. Ergebnis: Die Polarkreismusiker aus Rovaniemi versetzen die Hörer auf ihrem dritten Album in eine andere Ära.

Gekonnt kreieren die Nordlichter um Bassist und Haupt-Songwriter Marko Kantola unverschämt prägnante Songs: Schon beim Opener »A Few Years Late« haut Jorma Pirttijärvi voll in die Tasten. Dank intelligenter Arrangements (»No Fair Play«), der Fähigkeit auch mal das Tempo rauszunehmen (»Jonathan«) und einer großartig aufeinander eingespielten Band kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. (nat)



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