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Alle Rezensionen zu Live Foyn Friis
(Genre »Pop«, Land »Grenzgänger«)

 

Running Heart
(2014, Curling Legs/Galileo CLP CD 138)

Man tut Live Foyn Friis ein bisschen Unrecht, wenn man sie als entweder Jazz oder Pop oder gar Elektronica einsortieren muss. Das Schöne an ihrem Album »RUNNING HEART« ist, dass es der in Dänemark und Schweden lebenden Norwegerin und ihrer Band spielend gelingt, eine solche Zuordnung auszuhebeln, zumal man oftmals nicht recht sagen kann, wie viel Elektronik hier in diese vielschichtigen Stücke verwoben sind. Mit einer überaus verspielten, heiteren Musik mit streckenweise starkem perkussiven Einschlag und etlichen raffinierten Klang-, Instrumental- und Arrangementeinfällen beglücken die Songs der 29-Jährigen auf diesem schön kompakten Album (41 Minuten).

So gesehen ist »RUNNING HEART« auf der Wellenlänge, die bereits ihr Foyn Trio mit Spielfreude, Raffinesse und mitreißender Energie bespielte, nur diesmal nicht als Trio, sondern im Quartett — und ganz unter ihrem eigenen Namen. Das Foyn Trio war nämlich im Prinzip die gleiche Band, wurde hier nur um Drummer Andreas Skamby (sowie bei einem Lied um Cello und Euphonium) erweitert. Freigeistige Märchenstimmung mit Girlpower, catchy und auch ein kleines bisschen schräg. Indie-Popmusik für Leute, denen Pop zu langweilig ist. Jedes Lied eine Wundertüte. (ijb)



Siehe auch:
Foyn Trio
Alex Jønsson Trio

Live Foyn Friis: Running Heart

Offizielle Website

Offizielle Website      http://livefoynfriis.com

   

With Strings
(2015, Curling Legs CLP CD 139)

Wie der Titel unzweideutig sagt, präsentiert Live Foyn Friis’ CD einige Lieder ihrer vorigen beiden Alben mit Streichern. Doch nicht nur das — bei »WITH STRINGS« handelt es sich um ein Livealbum, an zwei Tagen im Mai 2013 in Århus im Kammermusiksaal des Musikhauses aufgenommen. Dass die Auswahl auf neun Stücke begrenzt ist, spricht für die Bescheidenheit der Künstlerin und ihren Wunsch der Fokussierung, zumal das Album mit knapp 38 Minuten recht kompakt ausgefallen ist und weitere Songs vermissen lässt. Letztlich bleibt die CD eine zugkräftige Prämisse schuldig.

Charmant sind die Arrangements für Streichquartett, aber auch etwas bieder und zu wenig eigenwillig. Die neueren Lieder sind die reizvolleren, doch können sie auf dieser CD nicht den Zauber ihrer »Running Heart«-Versionen entfalten. Auch die Musiker der Band können nur selten die Frische und Spiellaune zeigen, die sie sonst auszeichnen. Das ist schade; vielleicht wäre ein reines Streichquartettalbum spannender geworden. Applaus und Publikumsreaktionen wurden, mit Ausnahme weniger (entbehrlicher) Sekunden ganz zum Schluss komplett ausgespart, so dass eher der Eindruck eines kleinen Studioalbums entsteht, das sich an Fans der talentierten Songwriterin richtet. Den übrigen sei (fürs erste) eher »RUNNING HEART« and Herz gelegt. (ijb)



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