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Alle Rezensionen zu Helsinki-Cotonou Ensemble
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Fire, Sweat & Pastis
(2015, noProblem Music/Flowfish Records FF 0067)

Das Helsinki-Cotonou Ensemble schlug mit ihrer ersten CD ein wie eine Bombe, »FIRE, SWEAT & PASTIS« ist bereits die zweite. Entstanden ist die Band infolge eines Stipendiums, das Janne Halonen nach Cotonou im Benin schickte. Dort freundete er sich mit dem Trommel- und Gesangsvirtuosen Noël Saïzanou an, später brachte er noch mehr finnische Musiker nach Cotonou – die Band war geboren und wurde schnell erfolgreich.

Natürlich könnte man nun ein beliebtes Klischee bedienen und sagen: hier treffen afrikanische Lebensfreude (Gesang, Percussion, ein paar Bläser) auf europäische Präzision (alle übrigen Instrumente und die knackigen Arrangements ohne ausufernde Trommelstunden), aber das greift zu kurz: Janne Halonen (g) teilt sich mit Sänger Noël Saïzanou das Songwriting, und die präzisen Bläser stammen aus beiden Fraktionen. Die Band groovt sehr tight, man möchte kaum glauben, dass Drums und Bass von Nicht-Afrikanern gespielt werden, nämlich Juha Räsänen und Sampo Riskilä. Die Musik fußt auf traditioneller westafrikanischer Folklore, hat aber Jazz, Fusion, Juju und Funk aufgesogen – ein feuriges Konglomerat mit pluckernden Rhythmen, eingängigen Melodien, scharfen Bläsersätzen und schönen Soli. Nicht nur verdammt gut, auch durchgängig tanzbar. (tjk)

 Helsinki-Cotonou Ensemble: Fire, Sweat & Pastis

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.helsinkicotonouensemble.com

   

We Are Together
(2018, Bafe’s Factory)

Mittlerweile hat sich das Helsinki-Cotonou Ensemble etabliert und ist bei Bafe’s Factory gelandet, die ihren Riecher schon bei Tuuletar bewiesen. Allerdings ist »WE ARE TOGETHER« nicht mehr ganz so sensationell wie der Vorgänger. Das beginnt schon beim Opener »Hande«, der mit Streichquartett eher nach Crossover-Afropop der kitschigeren Sorte klingt.

Auch danach erreicht das HCE nicht ganz die Form des Vorgängeralbums, dafür sind die Kompositionen nicht stark genug, dafür sind die Rhythmen zu beliebig und zu wenige Songs richtige Kracher. Solche gibt es aber auch, und die treiben sofort auf die Tanzfläche und finden sich eher in der zweiten Hälfte der CD. In Sachen Völkerverständigung und ähnlichem machen dem HCE kaum jemand was vor, wie Sänger und Texter Noël Saïzonou im Cover bestätigt: »We are above arrogance, abuse, speaking ill of others, and wickedness.« (tjk)



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