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Alle Rezensionen zu Micke Bjorklof & Blue Strip
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Twentyfive Live At Blues Baltica
(2 CDs, 2018, Hokahey! Records HHR 1801)

Blues ist langweilig? Blues ist schon seit Jahrzehnten tot? Von wegen! Zum 25. Geburtstag bescherte eine der besten Blues- oder auch Blues-Rock-Bands sich und dem Publikum die lang ersehnte Live-CD. Es sind sogar deren zwei, aufgenommen beim Blues Baltica-Festival in Eutin im Mai 2017 vor 1200 enthusiastischen Menschen. Deren Begeisterung ist beim Hören sofort ansteckend, denn der eingefangene Gig ist grandios.

Die Band ist in Höchstform, sie besteht unverändert seit gut 15 Jahren: Die Rhythmusgruppe um Seppo Nuolikoski (Bass), Teemu Vuorela (Drums) und Percussionist Timo Roiko-Jokela rockt, shuffelt und groovt so stark, da bleibt kein Auge trocken. Dazu haben sie mit Ville »Lefty« Leppänen einen Gitarristen, der tolle Soli spielt, diese aber nie so weit ausdehnt, dass es zu einer One Man-Saitenshow ausartet. Auch an der Slide Guitar ist er ein Meister. Bjorklof selbst ist bei großer Stimme, obendrein brilliert er an der Mundharmonika. Einen Teil des Konzerts bestreitet die Band unplugged, nur mit akustischer Gitarre, Mundharmonika und Sänger Bjorklof – auch das richtig gut.

21 abwechslungsreiche Songs von einer Band, die mit unbändiger Spielfreude agiert, für die der Blues mehr als die berühmten 3 Akkorde in 12 Takten bedeutet – bei diesem Konzert wäre man gerne dabei gewesen. Nicht zu vergessen: Die CDs klingen auch noch richtig gut. (tjk)

Micke Bjorklof: Twentyfive Live At Blues Baltica

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.mickebjorklof.fi

   

Ain’t Bad Yet
(2015, Hokahey! Records HHR 1501)

In Finnland und gesamt Nordeuropa haben sie den Ruf als einer der besten Blues-(Rock-)Bands zu verteidigen, und so viel vorweg: »AIN’T BAD YET« setzt ein klares Zeichen! Micke Bjorklof (dem schwedischen Ö hat er die Pünktchen genommen, man schielt halt nach Europa) hat eine verdammt starke Stimme, manchmal reibeisenrau, manchmal überraschend gefühlvoll, wie in »Sweet Dream’s A Sweet Dream«, dazu spielt er auch virtuos Mundharmonika. Die Band ist seit langem fest beisammen und entsprechend eingespielt – vor allem Lefty Leppänen ist ein feiner Gitarrist, insbesondere an der Slide Guitar.

Der Blues als Form genügt Bjorklof schon lange nicht mehr, das 12-taktige Schema ist mehrfach nur noch Ausgangsvehikel für richtig starkes Songwriting. Der Groove kommt manchmal aus Louisiana, aus Memphis, aus Chicago – richtigen Blues können sie natürlich auch noch. Der Chorgesang ist inspiriert von frühem 60er R’n’B, dann heizt wieder Leppänen ein: »Blame It On The Bright Kights« ist schlichtweg unschlagbar! Der Titeltrack kreist sparsam instrumentiert um ein Riff, das sich schließlich auflöst – interessanter Song, auch kommt hier Björklofs Stimme fein raus – der Mann hat Charisma, das direkt aus den Boxen tropft. (tjk)



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