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Alle Rezensionen zu Gunnar Halle
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Halles Planet
(2019, Ozella Music OZ094CD)

Vor ein paar Jahren zog Halleys Komet relativ nahe an der Erde vorbei, möglicherweise ist das Inspiration für den Titel der neuen CD des norwegischen Trompeters. Vor nicht ganz so vielen Jahren, nämlich vier, veröffentlichte Gunnar Halle sein »ISTANBUL SKY«, dessen letztes Stück mit dem Opener quasi fortgeführt wird – rockige Rhythmen, heftige Schlagzeuger und Halles Horn.

Nach diesem ersten Stück verpuffen die rockigen Klänge, nicht jedoch die Energie: Halle und seine Mitstreiter Stephan Sieben (Gitarre), Putte Johander (Bass) und die beiden Drummer Wetle Holte und Knut Finsrud machen auch Balladen knackig. Ziemlich jazzrockig klingt das über weite Strecken, gleichermaßen altmodisch und aktuell – Halle hat auch ein paar Synthesizer aufgetrieben und dreht hier und da an den Knöpfen. Und obwohl er nach wie vor weder als Komponist noch als Trompeter zu den großen Melodikern gezählt werden kann, kommt durchaus Spannung auf – weil er mit Riffs, Flächen und dazu kontrastierenden Drum-Stakkato Stimmungen erzeugt und wieder bricht.

»HALLES PLANET« führt den Soundtrack für den Sonntag nach »ISTANBUL SKY« weiter. Der Regen hat aufgehört, aber man ist sich noch nicht sicher: Soll man noch raus gehen oder doch Tatort gucken? Sicher ist nur, dass ein Besuch auf »HALLES PLANET« besser ist als ein Einschlag von Halleys Komet auf der Erde – so, jetzt ist aber Schluss! (tjk)



Siehe auch:
Paulo Chagas, Samuel Hällkvist & Stephan Sieben
Wetle Holte
Knut Finsrud
Samuel Hällkvist Center

Gunnar Halle: Halles Planet

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.gunnarhalle.com

   

Istanbul Sky
(2015, Ozella Music OZ056CD)

Gleich im ersten, namensgebenden Stück irritiert Halles Gesang: seine Kopfstimme klingt, mit Verlaub, nach Mickey Mouse. Das bleibt nicht das einzige Fragezeichen, denn »ISTANBUL SKY« wirkt in seiner stilistischen Zerrissenheit einerseits und der wenig abwechslungsreichen Stimmung andererseits ein wenig erratisch – anders gesagt: diese CD ist der Soundtrack für einen verregneten Sonntag, an dem man abends merkt, dass man nichts Vernünftiges zustande bekam und nur diese CD gehört hat.

Dabei hat Halle sich Inspirationen aus allem geholt, was er bislang gemacht hat: hier langsamen Jazz mit reduziertem Tempo wie in »Tchicai Silence«, einer Hommage an den großen Saxophonisten, dort Trip Hop mit eher verhaltenen Rhythmen (»Port«). Erst bei »This Last One Is For You« scheint die CD aufzuwachen, der Song gewinnt durch Marie Laurette Friis‘ Gesang und der endlich prominenter in Erscheinung tretender Trompete von Halle. In »Lørdag« kommen Keyboard-Sounds aus der Mottenkiste hervor, bevor Eivind Aarset ein kurzes Rocksolo spielt, das Stück zerbröselt und die Trompete zunächst ziellos in schütteren Drums von Knut Finsrud stochert und sich dann auf die Spuren von Miles und Molvær begibt. Selbiges gilt für »Tropehjelm«, in dem es endlich einmal zur Sache geht. Aber das ist nur ein kurzes Strohfeuer, danach ist nämlich gleich Schluss. (tjk)



Siehe auch:
Fattigfolket
Whomadewho
Pierre Dørge
Eivind Aarset



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