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Alle Rezensionen zu Bror Gunnar Jansson
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Moan Snake Moan
(2015, Normandeep Blues)

Zu den düsteren Soundtracks der Kult-Serien »TRUE BLOOD« oder »TRUE DETECTIVE« könnte Bror Gunnar Jansson mit seiner rabenschwarzen Stimme und seinen handfesten Verlierer-Moritaten bestens beitragen. Der rauhbeinige Schwede bewegt sich auf den Schattenseiten des Lebens zwischen Country, Blues und Rock und würde sich zu den Herren Cash, Cave und Howlin´Wolf wohl ungefragt an den Tisch setzen. Von Südstaaten-Romantik ist auf »MOAN SNAKE MOAN«, dem zweiten Album von Bror Gunnar Jansson, nichts zu spüren. Es sind reduzierte, gleichwohl mächtig in Bauch und Herz gehende Song, die der schwedische Cowboy hier vorlegt. Hier haben die Männer stets das Messer in der Hand. Sie könnten böse Dinge mit Dir tun, wie Jansson im knochentrockenen Track »One For Earth« unmissverständlich klar macht.

Bror Gunnar Jansson betreibt hier keineswegs Nostalgie Noir. Denn das selbsternannte Ein-Mann-Orchester mit der heftig wimmernden Gitarre irrlichtert in Richtung seiner sehr persönlichen Version des American Gothic. Pein, Angst und Seelenschmerz sind äußerst moderne Phänomen. In den Sümpfen der Seele lauern die Schlangen. Möge uns Gott gnädig sein. (emv)

 Bror Gunnar Jansson: Moan Snake Moan

Offizielle Website

Offizielle Website      http://brorgunnar.bandcamp.com/

   

They Found My Body In A Bag
(2019, Playground Music/Playground)

Dass die Songs auf »THEY FOUND MY BODY IN A BAG«, dem vierten Album von Bror Gunnar Jansson, so gewalttätig und bedrohlich klingen, hat einen guten Grund: Der Schwede beschäftigt sich hier inhaltlich mit realen Kriminalfällen, die Skandinavien in den vergangenen Jahrzehnten in Atem gehalten haben. Das geht gleich beim Titelstück los: In den 80er Jahren wurden am Stadtrand von Stockholm Taschen mit Teilen einer weiblichen Leiche angespült. Der Name des Opfers: Catrine da Costa. Ihr Kopf wurde nie gefunden, der Fall nie aufgeklärt. Jansson bewegt sich auf diesem tiefdunklen Track in den Grenzlanden zwischen Rock, Blues und Country. Eine Sonne geht über dieser unbarmherzigen nordischen Landschaft erst gar nicht auf.

Es ist die Welt der Opfer, Aggressoren und Verlierer, in der sich der Spross einer Stockholmer Musikerfamilie hier bewegt. So hoffnungslos haben wir Schweden seit Stieg Larson nicht mehr erlebt! Obwohl Janson mit dem gefühligen »Trains And Nights« auch zeigt, dass er leisere Töne anschlagen kann. Im erdigen »Stay Out All Night Long verbeugt sich Jansson vor der US-Blueslegende John Lee Hooker. Einzig das instrumental eingespielte »Driving Through Norrland, Listening To Earth« versprüht mit seiner bewussten Reduziertheit und seinen psychedelischen Anklängen eine Spur von Hoffnung. (emv)



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