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Alle Rezensionen zu Frøkedal
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

I See You
(2015, Propeller Recordings)

Frøkedal liebt Überraschungen! Da startet »I SEE YOU«, die Debüt-EP der Musikerin aus Oslo, mit drei sanften Songs zwischen minimalistische Pop und norwegischen Folk-Einflüssen, bis man sich mit dieser flüchtigen Fee gar zu gerne in den Wäldern verirren würde. Hört man da nicht Dudelsäcke aus der Ferne klingen, das Banjo singen und die Streicher seufzen? Und dann kommt dieser vertrackte, verwirrende, weirdpoppigeTrack »First Friend«, bei dem sie plötzlich zu großer Geste ausholt, die Synthies aufdreht und am Ende gar Duran Durans Überhit »Ordinary World« zitiert? Hoppla! Überraschen muss uns diese musikalische Wundertüte aber nicht wirklich: Denn Co-Produzent des Albums ist Ådne Meisfjord, der zuvor mit seiner Band 120 Days erfolgreich Krautrock and Electronica vermischte. Meisfjord schaute damals schon begehrlich zur dunklen Seite der Macht hinüber!

Anne Lise Frøkedal ist in Norwegend keine Unbekante: Die Musikerin war ehemals kreativer Kopf der Osloer Band Lebensangst-Popper Harrys Gym. Die Band hat sich aufgelöst, die Sängerin macht solo weiter! Eine gute Entscheidung! Denn Frøkedal flirrt mit heller Stimme in dunkelgrünen, wunderlich warmen Klangwelten. Mehr davon, bald, bitte! (emv)



Siehe auch:
120 Days
The Low Frequency in Stereo
Harrys Gym

 Frøkedal: I See You

Offizielle Website

Offizielle Website      www.frokedal.com/

   

How We Made It
(2018, Propeller Recordings PRR345 7070637509194)

Leichtfüßig und beschwingt: Anne Lise Frøkedal schlägt auf ihrem zweiten Album »HOW WE MADE IT« bewusst leise Töne ohne an, um uns ganz behutsam in Welten zu entführen, in denen das Träumen noch immer etwas geholfen hat. Und bloß nicht von den blassen Pastelltönen auf dem Cover täuschen lassen: Die Norwegerin erschafft hier keinesfalls eine Heile-Welt-Puppenstube, sondern überzeugt mit sensiblen Beobachtungen und kann durchaus garstig werden: Im folkpoppig verspielten Track »Treehouse« geht es darum, wie ein Sechsjähriger das Baumhaus seines großen Bruders mal eben so zu Klump haut. Das hat durchaus etwas Befreiendes, dieser kindlich-lustvolle Unfug, findet Frøkedal.

Anmutig, versponnen und intelligent: Mit ihrer gelungenen Mischung aus organischen Sounds und elektronischen Spielereien baut sich Frøkedal ihr ganz eigenes Wolkenkuckucksheim: Und traut sich Neues: das instrumental eingespielte »Spinners« bewegt sie sich in Richtung traditionellen Folk, ohne dabei altbacken zu wirken. Und in »Hybel« spielt sie geschmeidig mit Kinderorgel-Klischees, ganz ohne großäugige Naivität. Und keine Angst, dem Pop geht die Musikerin nicht verloren: Zum flotten Track »David« darf man gerne mit den Füßen wippen und trotzdem nach den Sternen schauen. Altmeisterin Melanie dürfte hier zustimmend nicken! (emv)

Audio-Link Video-Link

   

Hold On Dreamer
(2016, Propeller Recordings)

Bloß an den eigenen Träumen festhalten! Anne Lise Frøkedal hält auf ihrem Debütalbum »HOLD ON DREAMER« die Fahne des kreativen Eigensinns hoch. Angenehm versponnen kommen diese nur scheinbar fragilen Songs daher, in denen sich die norwegische Chanteuse geschmeidig zwischen Neo-Folk, schwärmerischem Indie-Pop und verhuschten Electronica bewegt. Von den rockigen Ursprüngen als Sängerin von Harry´s Gym hat sie sich längst verabschiedet. Kate Bush, Florence Welch und Feist: All diese Damen könnten an der Wiege von Frau Frøkedal Patin gestanden haben. Die Norwegerin entführt uns mit angedüsterten Balladen wie dem feinen »Misery« in geheimnisvolle Gegenwelten, wo sich die Gewissheiten in Luft auflösen.

Die Singer-Songwriterin mit der Melusinen-Stimme ist hierzulande noch so etwas wie ein Hidden Champion. In den USA und Großbritannien hat Frøkedal bereits mit Szenegrößen wie Sufjan Stevens und Robyn Hitchcock zusammengearbeitet. Höchste Zeit also, dass wir federleicht geisterhaften Tracks wie »Demented Times« lauschen, die gekonnt zwischen Herzschmerz und Schauermär changieren! (emv)



Siehe auch:
Harry´s Gym



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