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Alle Rezensionen zu Steinar Aadnekvam
(Genre »Jazz«, Land »Grenzgänger«)

 

Freedoms Tree II
(2018, Losen Records/In-Akustik LOS 195-2)

Der gebürtige Norweger Steinar Aadnekvam ist ein weitgereister Gitarrist, der zuletzt zwischen dem brasilianischen Recife und Stockholm pendelte. Aus diesen verschiedenen Einflüssen destilliert das im Vergleich zum Vorgänger unveränderte multinationale Trio eine Musik, die man am ehesten als »Afro-Jazz-Rock« bezeichnen könnte und gewohnt virtuos dargeboten wird. Genretypisch schlagen die Drums stets forsche Tempi an und zu einem agilen, teils funkigen Bass liefert Aadnekvam auf seiner akustischen Gitarre sehr solide Griffbrett-Arbeit ab. Darüber setzen alle Beteiligte meist wortlose Vokal-Linien.

So hört man sich durch neun an sich nicht schlecht gemachte, energiegeladene Songs, die mal mehr (»Freedom«), mal weniger (»For All«) Zug zum Tor haben. Aber so recht mag davon nach wie vor nichts hängen bleiben. Denn leider hilft all die Virtuosität nicht weiter, wenn es an der eigenen Handschrift mangelt. Zu uniform klingt das Ganze. So würde man etwa nicht vermuten, dass jeder der Musiker eigene Kompositionen zu diesem Album beigesteuert hat. Im Gegenteil: Keiner der Tracks schlägt ein wirklich neues Kapitel auf oder beschreitet gar stilistisch bisher unerhörte Wege. Vielmehr fühlt man sich stets an die großen Vorbilder erinnert, von denen einem etwa Al di Meola oder vielleicht auch Lionel Loueke einfallen. Und die Band liefert eigentlich kein stichhaltiges Argument, nicht bei den Originalen zu bleiben. Leider. (stv)

Steinar Aadnekvam: Freedoms Tree II

Offizielle Website

Offizielle Website      www.steinarguitar.com

   

Freedoms Trio
(2016, Losen Records/New Arts International LOS 149-2)

Steinar Aadnekvam beschränkt sich personell auf ein Trio, wie der CD-Titel schon verrät. Das tut seiner Musik ausgesprochen gut, seine nylonbespannte Akustikgitarre ist in sehr guter Gesellschaft. Deodato Siquir kommt aus Maputo (Mozambique), lebt aber schon seit 2001 in Stockholm und hat u.a. bereits mit Joe Zawinul gespielt. Er ist an Drumset wie diversen Percussion-Instrumenten ein Meister. Gleiches gilt für den aus Salvador (BRA) stammenden Rubem Farias – ein hochvirtuoser E-Bassist.

Mit Siquir und Farias groovt das Trio sehr gut. Aadnekvam hat adäquate Partner gefunden für seine flinken Gitarrenläufe, die viel mehr haben von brasilianischer Musik denn von seiner norwegischen Heimat. Kompositorisch kommt er allerdings an seine instrumentellen Fähigkeiten nach wie vor nicht heran, das gilt für die Stücke von Siquir und Farias auch. Schön das eher ruhige »Sweet Are The Lies You’ve Been Telling Me Lately«, das aber zur Mitte hin deutlich an Fahrt aufnimmt. »Vem Nao Vem« gerät zur imposanten Leistungsschau der drei Kapazunder. Ach, wenn sie doch nur so gut komponieren wie spielen könnten! (tjk)

   

Freedoms Tree
(2015, Losen Records/New Arts International LOS 137-2)

Das Leben ist schön, die Musik ist leicht – in Brasilien und Norwegen unerreicht! So könnte man Steinar Aadnekvams Ansatz überschreiben. Mit nylonbespannter Akustikgitarre ist er auf der Spur von Larry Coryell und vor allem Al DiMeola – sprich: den Helden des Jazz Rock der 70er Jahre.

Spielen kann er, fast so flink wie Al D., kompetente Begleiter aus aller Herren Länder hat er auch an Piano, Bass, Flöte, Schlagzeug, Vibraphon nebst Geige und Cello. Dazu singt Gustav Orphée Noah aus Frankreich, und alle zusammen schaffen ein fröhliches World Music Acoustic Jazz Album mit flinken Läufen, sanften Rhythmen und wenig Tiefgang. Das nämlich ist der Haken an dieser sauber produzierten Aufnah- me: Die Stücke plätschern nur so dahin, ohne zu fesseln. Das hilft ungemein beim Aufräumen von Wohnung oder Computer, regt aber kaum zum konzentrierten Zuhören an. Nicht mal bei schnelleren Tempi oder den angesprochenen flinken Soli will sich erhöhte Aufmerksamkeit einstellen. Schade – denn Aadnekvam ist ein verdammt guter Gitarrist. Nur sollte ihm mal jemand beibringen, wie man herausragende instrumentelle Fertigkeiten und gutes kompositorisches Geschick in spannende und packende Arrangements verpackt. (tjk)



Siehe auch:
Nils Berg Cinemascope

Video-Link



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