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Alle Rezensionen zu Atlanter
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

Vidde
(2013, Jansen Plateproduksjon)

Was für eine wilde Mischung! Krautrock reibt sich am Blues, afrikanische Rhythmen flirten mit rauhbeinigem Desert Rock und jazzigen Jams. Und darüber liegen unberechenbare Falsett-Vocals! Aha, so klingt also norwegischer Mountain Blues! Denn so beschreiben die vier Grenzgänger von Atlanter den eigenen Musikstil auf ihrem Debütalbum »VIDDE«. Jens Carelius und Arild Hammer, die beiden Köpfe von Atlanter, verneigen sich mit diesen eigenwilligen Tönen ein wenig vor den norwegischen Übervätern Motorpsycho. Schmuddelkinder-Rock im bewusstseinserweiterten Flower-Power-Gewand: Hat man Töne!

Dass hier der Trend zu ausufernden Improvisationen geht, steht Tracks wie dem fast schon epischen »Tree Song« bestens zu Gesicht. Wie soll man den sonst verträumte Momente mit kraftvollen Passagen bestens kombinieren? Mit dem eigenwilligen »Aye« rücken die Norweger sogar an sakral-schamanistische Töne heran, ohne dabei peinlich zu wirken. Und im supereuphrischen »Kaktos« mag man sogar eine kleine Verbeugung vor dem Eagle´schen »Hotel California«erkennen. Atlantern sind offenkundig ausgezogen, um uns das Staunen zu lehren! (emv)



Siehe auch:
Motorpsycho

 Atlanter: Vidde

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.facebook.com/atlanternorway

   

Jewels Of Crime
(2016, Jansen Plateproduksjon/Broken Silence)

Leichtigkeit und Heiterkeit sind keinesfalls Attribute, die man unbedingt mit Progressive Rock verbinden würde. Sehr erdenschwer und mitunter pompös geht es in diesem Genre üblicherweise zu! Die norwegische Supergroup Atlanter rund um Jens Carelius Krogsveen und Arild Hammerø will auf ihrem zweiten Album »JEWELS OF CRIME« partout keine Erwartungshaltung erfüllen: Inzwischen zum Quartett angewachsen, erweisen sich Atlanter erneut als souveräne Grenzgänger zwischen den Stilen: Sehr leichtfüßig, südlich flirrend kommen diese Songs daher, die Einflüsse von Krautrock, Jazz, Disco-Funk, 70er-Westküstenrock, Blues, orientalischen Sounds und Afrobeats aufnehmen. Hochlebendig klingt das und sehr eigenwillig! Als Sahnehäubchen sind hier als Gastsänger die norwegische Chanteuse Hanne Kolstø und Iyad Moussa Ben Abderahmane a.k.a. Sadam von der malischen Band Imarhan zu hören!

Die Tausendsassas von Atlanter beherrschen einfach alles: Vom tiefenentspannten Gitarren-Outro »Merula« bis zur souligen Ballade »Human To Human«. Und grooven können die Vier vom Feinsten. Diese Neo-Hippies verblüffen. Und liefern überraschenderweise sehr tanzbare Tracks für die Weltmusik-Fete! (emv)



Siehe auch:
Hanne Kolstø



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