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Alle Rezensionen zu HYESTJFAVHS?
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Teenage Sweetheart
(2015, VILD Recordings)

Albern sein, ohne dabei lächerlich zu wirken: Das ist tatsächlich eine Kunst! Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS?, kurz: HYESTJFAVHS? sind ein Trio Infernale aus dem westfinnischen Örtchen Kouvola, dessen Debütalbum »TEENAGE SWEETHEART« so atemberaubend glitzert wie die grell pastellfarbenen Sport-Outfits der Namensgeberin. Trash ist hier unbedingt hip! Musikalisch orientieren sich die Drei keinesfalls Richtung 70er, sondern am dicke-Lippe-Garagenrock und den Girl Groups der 60er. Das zischt wie Prickel Pit, wenn die Finnen um die rotzfreche Sängerin Su­san­na Pil­li-Sih­vo­la die alte Casio-Orgel losdüsen lassen wie einen VW Käfer mit Turbomotor.

Die Jane Fondas rocken mit ungestümen Tracks wie »Teenage Is Cool« so atemlos los, als ob es kein Morgen gibt. Ein Übermaß an jugendlicher Energie, gepaart mit einer kraftvollen Schmuddelkinder-Attitüde! Puuh! Wer hier nicht nach drei Takten mit einem seligen Grinsen im Gesicht durcjs Zimmer steppt, der hat in seinem Leben etwas falsch gemacht. Schlampige Harmoniegesänge lassen das Fieber steigen. Dass Santtu Vainio von French Films hier für das Mixing der Songs zuständig war, ist nur ein weiterer Pluspunkt dieses Debüts. Bei dem alle Spät-Pubertätshormone auf erfreuliche Weise Amok laufen! »(Do The) Shämaläin« fordern die Drei auf einem der krachigsten Turbo-Tracks des Erstlings. Keine Ahnung, was das heißen soll, aber klar, das machen wir! (emv)

 HYESTJFAVHS?: Teenage Sweetheart

Offizielle Website

Offizielle Website      www.facebook.com/janefondaaerobicvhs

   

Jazzbelle 1984/1988
(2018, VILD Recordings)

Mit einem Bandnamen wie Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS? anzutreten, ist schon mal verwegen genug. Aber das kümmert die drei sympathisch durchgeknallten Finnen doch nicht, mit anarchischer Energie das Pastellfarben-Jahrzehnt, also die 80er Jahre, gehörig gegen den Strich zu bürsten. Auf dem zweiten Album »JAZZBELLE 1984/1988« lassen sie die rotzigen Gitarren eine verdiente Pause einlegen und drehen dafür die Kinderorgel auf. Und trauen sich wie weiland die kleinen Strolche die dollsten Sachen: Im ansteckend fröhlichen Track »Sheep« machen sie einen sehr erfolgreichen Ausflug Richtung Stadionrock. Feuerzeuge hoch!

Ihr seid geniale Dilettanten, möchte man den Musikern um Sängerin Susse Stemma-Sihvola zurufen, die übrigens jeden Daisy-Duck-Stimmenwettbewerb souverän für sich entscheiden würde. Die Anarchie des Punk, die Albernheit der frühen Spielekonsolen-Sounds und der Übermut von Kinderliedern aus der antiautoritären Bewegung verbünden sich hier auf diabolische Weise. Was ein unberechenbarer Spaß! (emv)

Audio-Link



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