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Alle Rezensionen zu Ole Frimer Band
(Genre »Rock«, Land »Dänemark«)

 

Live At Blues Baltica
(2015, Long Life Records/Gateway LLR 1501)

Guter Blues kommt zu gutem Teil aus Europa, und hier wiederum sind die nordischen Länder sicher nicht hintendran. Ziemlich weit vorne sogar ist Ole Frimer, seines Zeichens Sänger und Gitarrist aus Århus. Früher war er Frontmann der legendären Blue Junction, spielte mit dem späten Peter Thorup und hat seit 2008 eine eingespielte Band. Hier zu hören ist sein Konzert beim 2014er Blues Baltica-Festival in Eutin. Fünf der acht Songs stammen von Frimer, dazu kommen Covers von Al Kooper und Johnny Winter.

Vielleicht ist Ole Frimer nicht der ausdrucksstärkste Sänger der Welt, aber als Gitarrist hält er problemlos mit: eher ein wenig Understatement kann man ihm attestieren, die bloße Zurschaustellung von Virtuosität ist ihm fremd und er übertreibt es auch nicht mit der Länge der Soli. Das lässt Raum für seine ausgezeichneten Mitstreiter: Palle Hjorth lässt seine Orgel nicht nur röhren, sondern spielt flinke Stakkato-Läufe und klingt somit anders als viele seiner Kollegen – man höre das tolle »The Way You Move«. Bassist Jesper Bylling und Drummer Claus Daugaard grooven prima, besonders Bylling setzt auch solistische Glanzpunkte, etwa im feinen »Introduced To The Blues«. Ein Platz in der Ersten Europäischen Blues-Liga ist der Ole Frimer Band sicher. (tjk)

Ole Frimer: Live At Blues Baltica

Offizielle Website

Offizielle Website      http://olefrimer.dk

   

Faerd
(2020, Long Life Records)

Ums Unterwegssein geht es auf »FAERD«, dem zweiten Album der Ole Frimer Band. Ums Reisen in ferne Länder, aber auch zu uns selbst in einer ganz neuen Umgebung. Die Band hat sich im Jahr 2018 auf in den Mittleren Westen der USA gemacht, auf den Spuren der skandinavischen Auswanderer. Aber Ole Frimer ist ohnehin ein Musiker, der sich gerne treiben lässt: Von seiner Kindheitsstadt Aalborg bis hin zu den Galapagos-Inseln. Gemeinsam mit seiner bestens aufgelegten Band zelebriert er klassischen, erdigen Bluesrock. Aber dass er sich von seinen Reisen musikalisch inspirieren lässt, macht er gleich im Opener »Mirage« deutlich. Gesungen wird aber weiterhin auf Dänisch!

Angenehm aus der Reihe fällt das zurückgenommene Instrumental-Stück »Larsen Plads«, mit dem gelassenes Nachdenken Einzug hält. Das ist auch notwendig: Denn Ole Frimer wagt sich trotz aller Weltenbummlerei nie wirklich aus seiner Komfortzone. Echte Überraschungen: Fehlanzeige. Die gefühlige Ballade »Ses Vi« wird durch den unerwarteten Einsatz eines Flügelhorns aus der Beliebigkeit gerettet. »FAERD« ist unbedingt ein Herbstalbum: Hier kann man sich wohlig im Sessel zurücklehnen und die Stürme verfolgen, die draußen vor dem Fenster toben. (emv)



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