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Alle Rezensionen zu Waldemar 4
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

The Buoy and the Sea
(2020, AMP Music & Records AT062)

Dem dänischen König Waldemar IV (1321-1375) wird bei Wikipedia nachgesagt, er sei ein kluger Herrscher mit einem sicheren Instinkt für Politik und Wirtschaft gewesen. Zunächst scheint es im Amtsverständnis des norwegischen Bassisten Trygve Waldemar Fiskes zu liegen, dieser royalen Tradition zu folgen, indem er – ganz monarchisch – nach sage und schreibe 20 Sekunden des ersten Titels zu einem einminütigen Bass-Solo ausholt, als wollte er erst mal zeigen, wer hier das Sagen hat.

Doch beim weiteren Hören wird schnell klar, dass Waldemar 4 auf einer durch und durch freiheitlich-(basis)demokratischen Grundordnung beruht, in welcher der Namensgeber allenfalls als Primus inter Pares fungiert. Mit André Roligheten, Håvard Wiik und Erik Nylander hat er dabei eine All-Star-Truppe an seiner Seite, die mit solchen Freiheitsgraden umzugehen weiß und wie weiland Waldemar mit sicheren Instinkten ausgestattet ist – für Tempo und Timing zum Beispiel. Und so bleibt mir nur, die treffenden Worte meines geschätzten Rezensenten-Kollegen zum Vorgänger-Album zu bekräftigen: Mit einem teils recht sperrigen und gerade deshalb interessanten All-inclusive-vier-Sterne-Post-Bop-Quartet hat man es hier zu tun, das es einem nicht immer leicht macht und auf das man sich einlassen muss, bei dem es dann aber viele Entdeckungen zu machen gibt. (stv)



Siehe auch:
John Pål Inderberg Trio mit Trygve Waldemar Fiske
Håvard Wiik & Atomic
André Roligheten & Albatrosh
Erik Nylander & Kobert

 Waldemar 4: The Buoy and the Sea

Offizielle Website

Offizielle Website      http://gigafon.no/shop/waldemar-4-waldemar-4

   

[o.T.]
(2015, Gigafon/Musikkoperatørene GIGA016)

Als Post Bop mit ausgeprägtem Hang zu Abenteuer und Freiheit könnte man die Musik von Waldemar 4 bezeichnen. Benannt ist das Quartett nach Bassist und Hauptkomponist Trygve Waldemar Fiske, neben ihm spielt André Roligheten Saxophone und Bassklarinette, Håvard Wiik Piano und Erik Nylander Schlagzeug. Teilweise ist das ziemlich sperrig, man muss sich auf den Vierer einlassen. Dann hat man aber gut 40 Minuten sehr interessante Musik im Player. Roligheten brilliert vor allem an der Bassklarinette, Wiik und Nylander drängen sich nicht in den Vordergrund, tragen aber viel zum Gruppensound bei.

»Dualism« ist eine fast abstrakte Ballade, sehr gut auch Rolighetens einzige Komposition »Mass Awareness Of A Certain Avian Variety«. In »Big Fish« hat Fiske ein schönes unbegleitetes Bass-Solo, der Saxophonist lässt es danach ordentlich quieken und röhren – tolles Stück. Das letzte Stück ist auch noch spannend: »When The Time Is Right« beginnt sehr ruhig, Nylanders Besen scheinen aber nervös und beunruhigend. Aber nein, es passiert nichts Schlimmes, das Piano perlt und das Tenorsax mäandert durch die Harmonien. Fazit: wenn die Band schon »Waldemar 4« heißt und aus vier Musikern besteht, dann soll sie auch vier Sterne bekommen. In allen vier Kategorien. (tjk)



Siehe auch:
Erik Nylander & Magic Pocket
Trygve Waldemar Fiske mit Hanna Paulsberg



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