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Alle Rezensionen zu Kristoffer Bolander
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

What Never Was Will Always Be
(2018, Tapete/Indigo TR400)

Die ruhige Schönheit feiern. In durchaus schwärmerischen Tönen! Mit seinem zweiten Album »WHAT NEVER WAS WILL ALWAYS BE« entfernt sich der melancholische schwedische Troubadour Kristoffer Bolander von seinen reduzierten Singer-Songwriter-Wurzeln und wagt den Aufbruch in üppigere Klangwelten. Die Zeiten, in denen der Mann mit der charakteristisch hohen Stimme seine taubengrauen Gemütszustände bescheiden zur Slide-Gitarre pflegte, sind vorbei: Synthies, E-Gitarren und Elektro-Drums halten Einzug. Bolander setzt die neuen Töne klugerweise mit Bedacht ein und versteht es, nicht zu dick aufzutragen: Das eigentlich nachdenkliche »Cities« überrascht mit epischem Atem und erhebt das Verlierertum zur Kunstform. Das leichtfüßige, gitarrenglitzernde »Animals« kann durchaus als Popsong für die Grübler-Disco durchgehen. Und der ausufernde Fünfminüter »Florian´s Dream« geht durchaus als gehobene End-60er-Hippiemucke durch.

Bolander traut sich also was. Will nicht in der Klampfer-Ecke stehenbleiben und wagt den Schritt in neu Klangwelten, ohne sich dabei selbst untreu zu werden. Ein unbeschwerter Strahlemann wird der ehemalige Holmes-Sänger in diesem Leben nicht mehr werden, und das ist gut so: Dafür haben ihm das Leben und die Liebe zu tiefe Wunden geschlagen. Aber aufgeben? Niemals! Aber überraschen tut uns der Schwede hier allemal! (emv)

Kristoffer Bolander: What Never Was Will Always Be

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      kristofferbolander.bandcamp.com/

   

I Forgive Nothing
(2015, Tapete/Indigo)

Kristoffer Bolander steht in Göteborg am Fenster und sieht doch nur die weite, traurige Prärie. Es sind keine hellen Landschaften, die der langjährige Kopf der schwedischen Folkpopsters Holmes hier entwirft, sondern karge, windzerzauste Ödlande. Bollander nimmt sich alle Zeit der Welt, um auf seinem Solodebüt »I FORGIVE NOTHING« bewusst reduzierte Songs über herbe Enttäuschungen und stolzes Verlierertum zu singen. Der Musiker entpuppt sich hier als kluger Beobachter fern aller Larmoyanz. Denn wer könnte mutlos werden, wenn ihn diese rauchblaue Melancholie auf feinen Schwingen trägt!

Stimmlich ist die Ähnlichkeit mit Neil Young geradezu frappierend, aber das ficht Bolander in seinem angedüsterten Refugium nicht an. Wo er doch Unterstützung durch die innige Slide-Gitarre seines langjährigen Mitstreiters Johan Björklund hat: Hier wird die wunde Seele in balladigen Tracks wie »Running Man« auf schönste Art gestreichelt! Das sehr traurige »In Vain« startet bescheiden genug, nur um zur Orgelklängen zu großer Geste auszuolen. Keine Frage: Am dunklen Firmament von Kristoffer Bolander glitzern die hellsten Sterne! (emv)



Siehe auch:
Holmes



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